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Hautpflege bei Neurodermitis
Hautpflege bei Neurodermitis

Basis-Hautpflege bei Neurodermitis: Cremen, Baden und entspannen

Neurodermitis ist in erster Linie eine Hauterkrankung. Und die ist alles andere als einfach im Umgang. Die Haut der Betroffenen durchläuft unterschiedliche Phasen, mal ist sie gereizt und gerötet, dann schuppt sie oder juckt so stark, dass sie aufgekratzt wird. Doch damit nicht genug, der ganze Mensch muss bei einer erfolgreichen Behandlung der Neurodermitis einbezogen werden. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, bedarf es einer Analyse der eigenen Lebensumstände, konsequenter Anwendung von Medikamenten und einer gründlichen Hautpflege.

Typische Neurodermitis-Haut

Neurodermitis verläuft typischerweise in Wellen. Phasen fast gesunder Haut wechseln sich mit Entzündungsschüben ab. Bei jedem verläuft die Hauterkrankung anders, deshalb sollte die Hautpflege auch immer auf den einzelnen abgestimmt sein. Oft sind die Beschwerden in den Sommermonaten fast verschwunden, begünstigt durch die UV-Strahlung der Sonne und einen Urlaub am Meer können viele Betroffene ein paar Wochen lang aufatmen. Bei kälteren Temperaturen jedoch ändert sich der Hautzustand sehr oft zum Schlechteren. Die Haut juckt sehr stark, entwickelt Ekzeme und schuppt sich.

Reinigung ist das A und O

Eine regelmäßige Hautreinigung ist die Grundlage der Basispflege. Sie befreit die Haut von allergieauslösenden und irritierenden Substanzen und bereitet sie auf die Pflegeprodukte vor. Eine gute Neurodermitis-Pflege muss immer individuell sein, jedoch muss sie bei jedem Betroffenen gleichermaßen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Eine gute Hautpflege kann vielerlei:

  • Schutzfunktion der Haut wird stabilisiert, Allergene und reizende Stoffe können schwerer in die Haut eindringen
  • Durch regelmäßige Hautpflege wird verhindert, dass Schweiß eindringt, Juckreiz wird vermindert
  • Erkrankungsschübe können vermindert werden, sind weniger schwer ausgeprägt
  • Es werden weniger Medikamente benötigt

Hautpflege: Mehrere Produkte ausprobieren

Da sich die Haut oft verändert, sollten Sie mehrere unterschiedliche Pflegeprodukte immer vorrätig haben. Lassen Sie sich vom Apotheker und Arzt beraten und probieren Sie ein neues Produkt immer erst an einer kleinen Hautstelle aus. Sollte gar keins der herkömmlichen Produkte bei Ihnen anschlagen, kann der Arzt Ihnen ein Rezept für eine individuelle Salbe aufschreiben, diese wird dann von der Apotheke nur für Sie hergestellt. Wenn Sie sich Ihre Neurodermitis-Pflege zusammenstellen, sollten Sie gut auswählen, denn ein gutes Produkt muss einige Anforderungn erfüllen.

  • Muss Haut gut befeuchten und befetten
  • Darf Haut gar nicht oder nur wenig irritieren
  • Muss gut aufzutragen sein
  • Muss angenehmen Geruch aufweisen
  • Muss allgemein gut verträglich sein

Einige Hilfen zur Auswahl

  • Für eine ledrige oder papierne Haut: Salben mit einem hohen Fettanteil gut geeignet.
  • Unelastische und gespannte Haut: Cremes mit einem hohen Flüssigkeitsanteil 
  • Bei offenen Stellen: zinkhaltige Pasten, antiseptische und antibiotikahaltige Produkte 
  • Ihre Basissalbe (stark rückfettend) sollten Sie morgens und abends anwenden
  • Verzichten Sie auf Produkte mit einem hohen Parafin- und Vaselinanteil

Alltagstipps

  • Versuchen Sie es mit Bürstenmassagen, diese können bei gereizter Haut belebend wirken
  • Machen Sie Ihre Hautpflege zu einem täglichen Ritual
  • Massieren Sie Ihre Haut, so wird die Hautdurchblutung verbessert, Massagen sind außerdem gut für die Seele
  • Kürzen Sie regelmäßig Ihre Fingernägel, so verhindern Sie das tiefe Aufkratzen der Haut
  • Greifen Sie nicht mit den bloßen Fingern in die Salbe oder die Creme, so kommt es zur Vermehrung von Bakterien, Entzündungen werden gefördert
  • Tragen Sie Cremes und Salben nicht zu dick auf, damit die Haut Gelegenheit hat, sich selbst zu helfen
  • Erlernen Sie Entspannungsmethoden, denn eine gesunde Seele ist die beste Voraussetzung für gesunde Haut

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