Um alle Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Falls Sie noch keinen Account bei myAllergo haben, können Sie sich hier registrieren.
Ist Ihr Kind genetisch vorbelastet, das heißt, leiden mindestens ein Elternteil oder Geschwister unter Asthma Heuschnupfen oder Neurodermitis, ist es ein Allergie-Risikokind. In der Leitlinie Allergieprävention ist festgelegt, wie das Allergierisiko gemindert werden kann. Die Leitlinie zur Allergieprävention wurde erarbeitet von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie, dem Ärzteverband Deutscher Allergologen und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Mütter müssen ihrem Kind nun keine Lebensmittel mehr vorenthalten, auch Stillende dürfen nun hochallergene Nahrungsmittel wie Kuhmilch und Fisch essen. Der frühe Kontakt soll dazu führen, dass sich der Körper an diese Lebensmittel gewöhnt und sie toleriert.
Die ersten vier Lebensmonate wird voll gestillt. Wenn das nicht möglich ist, sollte das Kind mit hypoallergener Nahrung (HA-Nahrung) gefüttert werden. In dieser Spezialnahrung für das vorbelastete Kind sind die Eiweißbestandteile so weit aufgespalten, dass sie vom Körper nicht als allergen erkannt werden. Soja-Säuglingsnahrungen sind keine Alternative zur Muttermilch.
Ab dem fünften Monat kann langsam mit der Beikost begonnen werden. Zwar können Sie auch länger stillen, wenn Sie möchten, der Allergieschutz steigt aber nicht mit längerer Stilldauer. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) gibt genaue Empfehlungen, wie diese Umstellung von Milchnahrung beziehungsweise HA-Nahrung auf Babybrei erfolgen soll.
Im Grunde genommen ist die Reihenfolge, in der neue Lebensmittel eingeführt, egal. Einen kompletten Ernährungsfahrplan für das 1. Lebensjahr finden Sie hier.
Zu den häufigsten Allergieauslösern von Nahrungsmittelallergien im Kindesalter gehören Kuhmilch, Getreide, Fisch und Eier. Die neueste Version der Leitlinie kommt zu folgendem Schluss: „Für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im ersten Lebensjahr gibt es keine Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.“
Was sagen Sie dazu? Verfassen Sie hier einen Kommentar:
Die mit * versehenen Felder sind Pflichtfelder, die einen Eintrag erfordern.
Meinungen
Es sind keine Kommentare vorhanden.