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Allergievorbeugung: Welcher Brei ist der richtige?
Beikostaufbau

Allergieprävention: Beikostaufbau bei allergiegefährdeten Babys

 

Viele Eltern sind unsicher. Darf mein Kind Fisch und Kuhmilchprodukte essen oder sollte ich alle hoch allergenen Lebensmittel streichen? Klar ist, in der Allergieprävention hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Forscher raten nun dazu, alle Lebensmittel schrittweise einzuführen, es gibt keine Tabus mehr. Zahlreiche Studien beweisen, dass diese frühe Gewöhnung an bestimmte Lebensmittel die spätere Überreaktion ausschließt.

Neue Leitlinie macht Schluss mit strengen Regeln

Ist Ihr Kind genetisch vorbelastet, das heißt, leiden mindestens ein Elternteil oder Geschwister unter Asthma Heuschnupfen oder Neurodermitis, ist es ein Allergie-Risikokind. In der Leitlinie Allergieprävention ist festgelegt, wie das Allergierisiko gemindert werden kann. Die Leitlinie zur Allergieprävention wurde erarbeitet von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie, dem Ärzteverband Deutscher Allergologen und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Mütter müssen ihrem Kind nun keine Lebensmittel mehr vorenthalten, auch Stillende dürfen nun hochallergene Nahrungsmittel wie Kuhmilch und Fisch essen. Der frühe Kontakt soll dazu führen, dass sich der Körper an diese Lebensmittel gewöhnt und sie toleriert.

HA-Nahrung für schwer allergiegefährdete Kinder

Die ersten vier Lebensmonate wird voll gestillt. Wenn das nicht möglich ist, sollte das Kind mit hypoallergener Nahrung (HA-Nahrung) gefüttert werden. In dieser Spezialnahrung für das vorbelastete Kind sind die Eiweißbestandteile so weit aufgespalten, dass sie vom Körper nicht als allergen erkannt werden. Soja-Säuglingsnahrungen sind keine Alternative zur Muttermilch.

Wann soll mit der Beikost begonnen werden?

Ab dem fünften Monat kann langsam mit der Beikost begonnen werden. Zwar können Sie auch länger stillen, wenn Sie möchten, der Allergieschutz steigt aber nicht mit längerer Stilldauer. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) gibt genaue Empfehlungen, wie diese Umstellung von Milchnahrung beziehungsweise HA-Nahrung auf Babybrei erfolgen soll.

  1. Mittags wird Milchmahlzeit durch Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzt
  2. Anschließend wird abends Milchmahlzeit durch Getreide-Milch-Brei ersetzt
  3. Dritte Beikostmahlzeit: Getreide-Obst-Brei

Im Grunde genommen ist die Reihenfolge, in der neue Lebensmittel eingeführt, egal. Einen kompletten Ernährungsfahrplan für das 1. Lebensjahr finden Sie hier.

Allergenvermeidung oder früher Allergenkontakt?

Zu den häufigsten Allergieauslösern von Nahrungsmittelallergien im Kindesalter gehören Kuhmilch, Getreide, Fisch und Eier. Die neueste Version der Leitlinie kommt zu folgendem Schluss: „Für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im ersten Lebensjahr gibt es keine Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.“

  • FISCH: Es gibt Hinweise, dass Fischkonsum im ersten Lebensjahr einen schützenden Effekt auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen hat.
  • KUHMILCH Ab dem fünften Lebensmonat kann schon Kuhmilch gefüttert werden. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres dürfen so maximal 200 Milliliter täglich aufgenommen werden. Ab dem ersten Lebensjahr ist Kuhmilch auch als Getränk erlaubt.
  • GETREIDE Glutenhaltige Lebensmittel dürfen zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat in kleinen Mengen gefüttert werden.

Tipps für Mütter:

  • Sind Sie unsicher, sprechen Sie mit dem Kinderarzt oder der Hebamme über die Ernährung Ihres Kindes
  • Beobachten Sie Ihr Kind, um herauszufinden, was es mag und verträgt, Ernährung ist eine Erfahrungssache, jedes Kind ist anders

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