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Nicht nur bei einem Spaziergang durch die erblühende Natur oder nach dem Genuss eines knackigen Weizenbrötchens können sich allergische Symptome einstellen. Auch wenn einem Kunden die Haare gefärbt oder die Tiere im Zoo gefüttert werden, können sich die Auswirkungen einer Allergie zeigen. Wir sind von immer mehr allergiauslösenden Stoffen umgeben, die Palette der chemischen Hilfsstoffe und der bequemen Fertigprodukte machen das Leben zwar leichter, das Immunsystem aber reagiert immer öfter dramatisch. Ob Bäckerekzem oder allergische Reaktion von Gummihandschuhen – die Liste der möglichen Berufsallergien ist lang. Hier heißt es frühzeitig handeln, damit der Traumberuf nicht zum Albtraum wird.
Wer weiß, dass er an einer Allergie leidet, sollte dies schon bei der Ausbildungsplatzsuche berücksichtigen. Suchen Sie Ihren zukünftigen Beruf nicht nur nach Ihren Neigungen aus, sondern denken auch an Ihre Gesundheit. Experten warnen: Etwa 25.000 Jugendliche brechen ihre Ausbildung ab, weil sie eine allergisch bedingte Hauterkrankung entwickelt haben. Besonders gefährdet eine Berufsallergie zu entwickeln, sind solche Menschen, die schon vor Ausbildungsbeginn an einer Allergie litten. Machen Sie sich schlau; etwa in einem Praktikum, oder einer Beratung: beim Allergologen, dem Betriebsarzt oder der Berufsgenossenschaft.
Allergiker sollte sich vor allem solche Berufe näher ansehen, bei denen kein Kontakt mit Wasser, Schmutz, Staub, Chemikalien, Pflanzen oder Tieren besteht. Potenziell gefährliche Berufe haben wir für Sie in einer kleinen Übersicht zusammengestellt.
| Beruf | Allergene |
|---|---|
| Bäcker und Konditor | Mehlstaub, natürliche und künstliche Aromen, Gewürze, Konservierungsstoffe |
| Bauarbeiter, Maler | Zement, Kunststoffe, Chrom, Kobalt |
| Landwirt, Tierarzt, und -pfleger | Staub von Nahrungs- und Futtermitteln, Substanzen von Tieren, Pollen |
| Friseur | Haarfarben, Haarfestiger, Gummihandschuhe |
| Fotolaborant | Fotochemikalien, Gummihandschuhe |
| Gärtner, Florist | Pflanzen, Pflanzenschutzmittel |
| Medizin und Gesundheitswesen | Medikamente, Desinfektionsmittel, Gummihandschuh |
Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Spezialbericht Allergien (2000)
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Beruf Sie krank gemacht hat, gilt es zunächst sicherzugehen. Erstellen Sie ein Protokoll, in dem sie aufschreiben, wann Sie allergische Symptome bei sich beobachten und welche Tätigkeit Sie dabei ausgeführt haben. Erst dann gehen Sie zum Betriebsarzt und dem Betriebsrat. Diese werden Sie über geeignete Schutzmaßnahmen informieren oder Sie an einen anderen Arbeitsplatz versetzen. Wichtig: Hören Sie auf sich und ignorieren Warnsignale nicht. Eine frühzeitige Umschulung in einen anderen Beruf ist sicherlich erstrebenswerter als eine frühzeitige Verrentung aufgrund einer Berufsunfähigkeit.
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