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Beruf und Allergie

Was sind Berufsallergien überhaupt?

Nach dem Schulabschluss sind wir euphorisch, hoch motiviert und wollen die Welt erobern. Viele junge Menschen suchen jetzt einen Ausbildungsplatz, um ihre Talente zu nutzen und ihren Neigungen auch im Berufsleben nachgehen zu können. Doch für so manchen Allergiker bricht jetzt eine Welt zusammen: wenn der Traumjob aufgrund einer Überempfindlichkeit nicht augeübt werden kann. Doch auch alte Hasen, die schon jahrelang beschwerdefrei in ihrem Beruf tätig sind, können eine Allergie entwickeln – dann droht die Berufsunfähigkeit.

Das Immunsystems macht schlapp

Nicht nur bei einem Spaziergang durch die erblühende Natur oder nach dem Genuss eines knackigen Weizenbrötchens können sich allergische Symptome einstellen. Auch wenn einem Kunden die Haare gefärbt oder die Tiere im Zoo gefüttert werden, können sich die Auswirkungen einer Allergie zeigen. Wir sind von immer mehr allergiauslösenden Stoffen umgeben, die Palette der chemischen Hilfsstoffe und der bequemen Fertigprodukte machen das Leben zwar leichter, das Immunsystem aber reagiert immer öfter dramatisch. Ob Bäckerekzem oder allergische Reaktion von Gummihandschuhen – die Liste der möglichen Berufsallergien ist lang. Hier heißt es frühzeitig handeln, damit der Traumberuf nicht zum Albtraum wird.

Damit der Traumberuf nicht zum Albtraum wird

Wer weiß, dass er an einer Allergie leidet, sollte dies schon bei der Ausbildungsplatzsuche berücksichtigen. Suchen Sie Ihren zukünftigen Beruf nicht nur nach Ihren Neigungen aus, sondern denken auch an Ihre Gesundheit. Experten warnen: Etwa 25.000 Jugendliche brechen ihre Ausbildung ab, weil sie eine allergisch bedingte Hauterkrankung entwickelt haben. Besonders gefährdet eine Berufsallergie zu entwickeln, sind solche Menschen, die schon vor Ausbildungsbeginn an einer Allergie litten. Machen Sie sich schlau; etwa in einem Praktikum, oder einer Beratung: beim Allergologen, dem Betriebsarzt oder der Berufsgenossenschaft.

Wenn der Beruf krank macht

Allergiker sollte sich vor allem solche Berufe näher ansehen, bei denen kein Kontakt mit Wasser, Schmutz, Staub, Chemikalien, Pflanzen oder Tieren besteht. Potenziell gefährliche Berufe haben wir für Sie in einer kleinen Übersicht zusammengestellt.

 

Beruf Allergene
Bäcker und Konditor Mehlstaub, natürliche und künstliche Aromen, Gewürze, Konservierungsstoffe
Bauarbeiter, Maler Zement, Kunststoffe, Chrom, Kobalt
Landwirt, Tierarzt, und -pfleger Staub von Nahrungs- und Futtermitteln, Substanzen von Tieren, Pollen
Friseur Haarfarben, Haarfestiger, Gummihandschuhe
Fotolaborant Fotochemikalien, Gummihandschuhe
Gärtner, Florist Pflanzen, Pflanzenschutzmittel
Medizin und Gesundheitswesen Medikamente, Desinfektionsmittel, Gummihandschuh

 Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Spezialbericht Allergien (2000)

Anerkannte Berufskrankheit

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Beruf Sie krank gemacht hat, gilt es zunächst sicherzugehen. Erstellen Sie ein Protokoll, in dem sie aufschreiben, wann Sie allergische Symptome bei sich beobachten und welche Tätigkeit Sie dabei ausgeführt haben. Erst dann gehen Sie zum Betriebsarzt und dem Betriebsrat. Diese werden Sie über geeignete Schutzmaßnahmen informieren oder Sie an einen anderen Arbeitsplatz versetzen. Wichtig: Hören Sie auf sich und ignorieren Warnsignale nicht. Eine frühzeitige Umschulung in einen anderen Beruf ist sicherlich erstrebenswerter als eine frühzeitige Verrentung aufgrund einer Berufsunfähigkeit.


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