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Hautpflege in Feuchtberufen
Hautschutzplan in Feuchtberufen

Vorbeugung einer Berufsallergie: Der Hautschutzplan

Hauterkrankungen nehmen stetig zu. Betroffene aber auch Berufsanfänger sollten sich deshalb nicht scheuen, ein von den Berufsgenossenschaften angebotenes Seminar zur Hautschutzpflege in Anspruch zu nehmen. Alternativ können Sie auch Betriebsberatungen in Fom von Mitarbeiterschulungen anregen. In diesen Intensivseminaren geht es vornehmlich um die Haut und wie diese im Rahmen der jeweiligen Berufstätigkeit geschützt und vor Schaden bewahrt werden kann. Ziel ist es, dass Mitarbeiter durch eine frühzeitige Änderung ihres Verhaltens nicht krank werden.

Die Haut und seine Schutzfunktion

Oft wird die Haut mit einer Backsteinmauer verglichen. Sie besteht aus mehreren Schichten, die Epidermis (Oberhaut) spielt bei der Feuchtarbeit die wichtigste Rolle. Sie benötigt fast einen Monat, um sich zu regenerieren. Besonders die Zellen der Hornschicht sind schädigenden Einflüssen ausgesetzt. Auf der Hornschicht liegt ein feiner Wasser-Fett-Film, der sogenannte Säureschutzmantel, Durch Wasser und Chemikalien wird der Säureschutzmantel (Hydrolipidfilm) geschädigt, ist der dauerhaften Belastungen ausgesetzt, haben es Bakterien sehr leicht. Entzündungen sind vorprogrammiert.

Der Hautschutzplan

Ein umfassender Hautschutzplan umfasst drei Pfeiler: präparative, reparative Hautschutzmaßnahmen und Hautreinigung.

  • Präparativer Hautschutz: Barriere zwischen der Haut und den schädigenden Einflüssen soll geschaffen werden ( vor und während der beruflichen Tätigkeit)
  • Reparativer Hautschutz: Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Barrierefunktion der Haut (nach der Tätigkeit)
  • Hautreinigung: Balance zwischen hohen hygienischen Anforderungen und Belastung der Haut durch Reinigung schaffen

Die einzelnen Maßnahmen sollten nur bei gesunder Haut durchgeführt werden, ist sie bereits angegriffen, sollte ein Spezialist (berufsdermatologisch erfahrener Hautarzt) hinzugezogen werden.

Einige Tipps aus dem Hautschutzplan

  • Handschuhe tragen (puderfrei und nicht aus Latex)
  • Einmalhandschuhe nur maximal 20 Minuten tragen
  • wenn möglich Baumwollhandschuhe unter Einmalhandschuhe ziehen
  • Verwendung von Hautschutzprodukten, die die Schweißbildung hemmen
  • Hineinlaufen von Wasser in den Handschuh vermeiden (lange Stulpen umschlagen)
  • Pflegeprodukte sollten allergenarm sein (keine Duftstoffe, Heilkräuter, Konservierungsstoffe)
  • Creme flächendeckend auftragen
  • Handdesinfektion schädigt weniger, wenn danach nicht die Hände gewaschen werden

Beratung

Ansprechpartner für Schulungen oder Beratungen ist die jeweilige Berufsgenossenschaft. Beobachten Sie Hautveränderungen sollten Sie sich an Ihren Haut- oder Betriebsarzt wenden. Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft können dann wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Die Genossenschaft übernimmt beispielsweise die Behandlungskosten für sechs Monate. Neben Mitarbeitern beraten die Berufsgenossenschaften auch Jugendliche. Besonders angesprochen sind solche Schulabgänger, die bereits eine Atopie haben und sich umfassend beraten lassen möchten.


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