Willkommen bei myAllergo

Um alle Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie angemeldet sein.

Falls Sie noch keinen Account bei myAllergo haben, können Sie sich hier registrieren.

  • Bitte achten Sie auf Groß- und Kleinschreibung.
Asthmaformen und Auslöser
Viele verschiedene Auslöser

Asthmaformen und deren Auslöser 

Asthma ist eine komplexe Erkrankung, die immer individuell betrachtet werden muss. Mediziner unterteilen sie in verschiedene Formen, die nach deren jeweiligem Auslöser klassifiziert werden. Jedoch kann man nicht immer klar unterscheiden, oft kommt es auch zu Mischformen.

Allergisches Asthma

Allergisches oder extrinsisches Asthma wird immer von Immunglobulin (IgE), einem Antikörper, verursacht. Er sorgt dafür, dass nach dem Kontakt mit einem Allergen Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird. Histamin und andere Entzündungsfaktoren sind für jene körperlichen Symptome verantwortlich, die für eine Allergie typisch sind. Nach der Ausschüttung von Histamin weiten sich die Blutgefäße, es kommt zu Schwellungen. Nicht immer aber muss ein Allergen eingeatmet werden, auch der Konsum bestimmter Nahrungsmittel führt zu einem asthmatischen Anfall.

Die häufigsten Auslöser

  • Pollen (Gräser, Roggen, Birke, Erle, Buche, Wegerich)
  • Tierhaare (hauptsächlich Katze und Hund, aber auch Nagetiere)
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze
  • Insektengiftallergene
  • berufliche Allergene

Berufsbedingtes Asthma

Verantwortlich für die Ausbildung eines berufsbedingten Asthmas sind bestimmte Allergene, die in einigen Berufen gehäuft auftreten. Besonders gefährdet diese Form zu entwickeln sind beispielsweise Bäcker (Mehlstauballergie), Frisöre (Nickel- und Pflegemittelallergie) oder Schreiner (Holzstauballergie). Menschen mit einer bekannten Allergieneigung sollten sich daher vor einer Ausbildung genau informieren, welcher Beruf risikoarm ist. Typisch für ein berufsbedingtes Asthma ist, dass sich die Beschwerden am Arbeitsplatz verstärken, an den Wochenenden verbessern. Berufsbedingtes Asthma ist aber nicht immer Folge einer Allergie, chemische Stoffe können das Bronchialsystem auch so stark reizen, dass Asthma entsteht.

Nicht-allergisches Asthma

Nicht-allergisches Asthma oder intrinsisches Asthma wird durch alle nicht allergischen Ursachen ausgelöst. Je nach Auslöser unterscheidet man hier weitere Asthmaformen.

Die Auslöser

  • Klimafaktoren: Kälte, feuchte Luft, Nebel
  • Chemische Stoffe: Tabakrauch, Abgase, Ozon, Klebe- und Duftstoffe
  • Medikamente (Aspirin, Augentropfen, Betablocker) – das so genannte Analgetika Asthma. Hierbei ist oft eine Medikamentenunverträglichkeit ursächlich, die wahrscheinlich angeboren ist und hauptsächlich Frauen betrifft
  • psychisch belastende Situationen: Stress, Angst, Wut
  • Virusinfektionen
  • Refluxkrankheit (Rückfluss von Magensäure)
  • Belastungen - Belastungs- oder Anstrengungsasthma

Anstrengungsasthma (Belastungsasthma)

Diese Form tritt besonders bei Kindern auf, bei etwa 70 bis 80 Prozent aller an Asthma erkrankten Kinder ist körperliche Anstrengung Auslöser für die Luftnot. Schnelles Laufen, Herumtollen oder Schulsport führt dann zu den typischen Beschwerden. Oft wird ein Infekt oder eine Konditionsschwäche hinter Atemnot vermutet, nur durch eine Peak-Flow-Messung kann dieser Typ eindeutig zugeordnet werden.

Mischformen/Gemischtförmiges Asthma

Wie der Name schon sagt, ist dies eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma. Besonders Kinder entwickeln diese Form. Allergische und nicht-allergische Auslöser bedingen sich gegenseitig. So kann etwa Tabakrauch zu einer verstärkten Reaktion auf Allergene führen.

Weitere Formen

Variant-Asthma

Dies ist eine milde Asthma-Form, die meist einer schwereren Asthma-Erkrankung vorausgeht. Es kommt hauptsächlich zu Reizhusten, Luftnot tritt nicht auf.

Brittle-Asthma

Das Brittle-Asthma ist sehr selten. Typisch sind schwere, lebensbedrohliche Asthmaanfälle, die sich nicht durch eine vorherige Verschlechterung des Gesundheitszustandes ankündigen.

Asthmaformen mit Übergang zur COPD

COPD ist eine chronisch obstruktive Bronchitis. In etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle entwickelt sich ein Asthma in eine Übergangsforme zum COPD. Diese Übergangsformen sind durch Husten und Auswurf gekenneichnet, die auch unabhängig von einem Anfall auftreten.


Artikel zum Thema

Was sagen Sie dazu? Verfassen Sie hier einen Kommentar:

Die mit * versehenen Felder sind Pflichtfelder, die einen Eintrag erfordern.

Meinungen

Es sind keine Kommentare vorhanden.