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Asthma und Sport
Asthma und Sport? Eine ideale Kombination

Asthma und Schulsport: Darf mein Kind teilnehmen?

Asthma bronchiale ist mittlerweile die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Etwa jedes achte Kind zeigt bereits bei der Einschulung eindeutige Asthma-Symptome. Eine jüngere Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) zeigt, dass in jeder Schulklasse bereits zwei asthmakranke Kinder sitzen. Die Unwissenheit von Eltern und Lehrern führt dazu, dass beschlossen wird, das Kind vom Schulsport zu befreien. Doch diese Entscheidung hat nicht nur negative Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit, auch die Seele leidet.

Warum Sport bei Asthma so wichtig ist

Wer sich körperlich stark anstrengt, muss in der Regel tiefer atmen. Die Nasenatmung genügt nicht mehr, um ausreichend Sauerstoff zu bekommen, das Kind atmet durch den Mund. So fällt die natürliche Filterfunktion der Nase aus, sodass die Atemluft mit all ihren (allergisierenden ) Substanzen ungefiltert in die Lunge gerät. Besonders für Kinder mit allergischem Asthma ist Sport daher ein ernstes Thema. Wird Schulsport während der Pollensaison im Freien ausgeübt, wird das Kind große Probleme bekommen.

Auch kalte Luft oder Nebel kann die Bronchien reizen und einen Asthmaanfall auslösen. In Kombination mit Sport kann es zum sogenannten Belastungsasthma kommen. Hier kommt es nach einer starken körperlichen Belastung zu einer akuten Verengung der Atemwege. Aufgrund der schnelleren Atmung unter Belastung trocknen die Schleimhäute aus, etwa 5-10 Minuten treten die typischen Symptome eines Asthmaanfalls auf.

Regelmäßiges Training erhöht die körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Ziel ist es, die Reizschwelle für einen Asthmaanfall nach oben hin zu verschieben, sodass ein Anfall sehr viel später oder gar nicht mehr auftritt. Sport verbessert außerdem die Lungenfunktion, die Atemmuskulatur wird gestärkt und die Ausdauer verbessert.

Bedingung: Optimale medikamentöse Therapie

Voraussetzung, damit das Kind am Schulsport teilnehmen kann, ist eine optimale medikamentöse Behandlung. Die Medikamente müssen regelmäßig eingenommen werden, sportliches Training unterstützt die Therapie. Grundlage ist eine antientzündliche Behandlung mit einem entzündungshemmenden Basismedikament. Je nach Ausprägung des Asthmas kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz. Bei jungen Asthmapatienten haben sich kortisonfreie nebenwirkungsarme Präparate bewährt. Die Kombination aus dem entzündungshemmenden DNCG (Cromoglicinsäure – Medikament zur Asthmavorbeugung) und dem schnell wirkenden Bronchospasmolytikum Reproterol (bewirkt Weitung der Bronchialmuskulatur) hat sich bewährt. Zusätzlich zur Basisbehandlung können weitere Medikamente sinnvoll sein, wenn das Kind am Schulsport teilnehmen soll. Sprechen Sie mit dem Arzt darüber. So kann es etwa sinnvoll sein, vor dem Sport das Asthmamedikament zu inhalieren.

Das wünschen sich betroffene Kinder

Eine Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes unter etwa 3000 Schülern (11-18 Jahre) ergab, was sich betroffene Kinder von ihrem Umfeld wünschen.

  • Bessere Aufklärung der Sportlehrer
  • Kein Schulsport im Freien während der Pollensaison
  • Keine zu langen Dauerläufe und Mehrfachsprints im Sportunterricht als Pflichtübung
  • Integration der Krankheitsbilder Asthma und Allergien in den Lehrplan
  • Integration der Krankheitsbilder Asthma und Allergien in Jugendzeitschriften und -sendungen
  • Weniger Bevormundung – nicht gegen den eigenen Wunsch vom Schulsport ausgeschlossen werden
  • Bessere Aufklärung der Mitschüler
  • Rauchverbot in Schulen, Jugendräumen und -Cafes

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