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Asthma und Sommersmog
Kräftig einatmen? Nicht bei Sommersmog. © Benny Weber/Fotolia

Asthma und Sommersmog: Tief durchatmen - nein Danke!

Erinnern Sie sich noch an den Klimakiller FCKW? Durch dieses Treibgas rückte die Ozonschicht in die öffentliche Aufmerksamkeit. In den 70er- und 80er-Jahren stellte man fest, dass die Freisetzung von FCKW für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich ist. Dieser für uns so wichtige Schutzschild hält einen Großteil der ultravioletten Strahlung ab.

Aber Ozon hat noch eine zweite Seite: In Bodennähe führt es zu Kopfschmerzen, Augenbrennen und Atemnot. Besonders Asthmatiker sollten sich in Acht nehmen.

Bodennahes Ozon und Sommersmog

Ozon wird auch in Bodennähe gebildet (low level ozon), hier wirkt es hingegen als Reiz- und Schadgas. Wenn die Sonne über Tage hinweg besonders intensiv scheint und die Luftverschmutzung – etwa durch Auto- und Industrieabgase –  groß ist, entsteht der gefährliche Sommersmog. Er ist besonders in Großstädten ein weit verbreitetes Problem.

Reaktionen auf Ozon sehr unterschiedlich

Bodennahes Ozon kann – je nach Konzentration – unterschiedliche Beschwerden verursachen. Man nimmt an, dass etwa 10 bis 15 Prozent der Menschen besonders empfindlich auf Ozon reagieren und schon bei Mengen ab 120 Mikrogramm körperliche Reaktionen bemerken. Bei höheren Mengen sind vor allem jene betroffen, die sich draußen aufhalten (Kinder) und sich hier körperlich betätigen. Je länger sich jemand im Freien aufhält und Ozon einatmet – durch Sport wird intensiver geatmet – umso größer ist das Risiko für Beschwerden. Typisch sind Augenbrennen, Husten und Beklemmungsgefühle, bei Asthmatikern können hohe Ozon-Konzentrationen zu einem Anfall führen.

Sommersmog schädigt das Lungengewebe

Ozon wird vor allem im Bereich des Atemtrakts sowie an den Schleimhäuten der Augen wirksam. Da es wasserlöslich ist, wird es von den Schleimhäuten der oberen Atemwege kaum zurückgehalten. Es dringt tief in die Bronchien und Lungenbläschen (Alveolen) ein und verursacht hier Schädigungen an den Zellmembranen. Außerdem sorgt es für Entzündungen im umliegenden Gewebe. Die Lungenfunktion ist eingeschränkt.

Asthmatiker reagieren besonders auf Ozon

Ozon und andere Bestandteile des Sommersmogs sorgen für eine vermehrte Freisetzung von Allergenen, sodass auch Menschen, die nie eine allergische Reaktion hatten, empfindlich werden. Bei Asthmatikern spielt diese Tatsache eine wichtige Rolle: Da das Lungengewebe bereits geschädigt ist, gelangen Allergene leichter in den Organismus. Es kommt zu häufigeren und heftigeren Anfällen. Besonders bei Kindern verstärkt Ozon asthmatische Beschwerden. Sie müssen mehr Medikamente einnehmen und weisen während der Sommersmog-Zeit häufiger Krankheitssymptome auf.

Verhaltenstipps für Asthmatiker

Die Ozonkonzentration nimmt an Sommertagen einen charakteristischen Verlauf. Beginnend am frühen Morgen bis zum Nachmittag steigt sie stetig an, hat sie ihren Höhepunkt erreicht, bleibt sie bis in die Abendstunden konstant. Bei hohen Werten sollten Sie dementsprechend anstrengende Tätigkeiten im Freien vermeiden. Gartenarbeit, Einkaufen oder Gassi gehen sollten Sie in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen. In der Mittagshitze sollten Sie es – wenn möglich – den Mittelmeerbewohnern gleichtun und eine Siesta einlegen. Ab Werten von 240 bis 300 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft nimmt die Häufigkeit von Asthmaanfällen zu. Sprechen Sie mit ihrem behandelnden Arzt und stimmen Sie Ihre Therapie auf den Sommer ab.


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