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Die Lippenbremse ist die Grundlage aller weiteren Asthma Atemübungen. Besonders bei einem akuten Asthmaanfall oder bei Belastung kann sie eingesetzt werden. Hierbei wird die Luft durch die Nase eingeatmet und durch den gespitzten, leicht geöffneten Mund langsam und kontrolliert wieder ausgeatmet. Beim Ausatmen sollten „sss“- oder „pff“-Laute entstehen. Ziel dieser Übung ist es, den Atemstrom abzubremsen, die Lunge zu leeren und die Atemwege zu erweitern. Ist dies geschehen, kann die Lunge beim Einatmen mit neuer sauerstoffreicher Luft gefüllt werden.
Diese Übung geht zurück auf Droschkenkutscher, die nach der Arbeit auf ihrem Sitz zusammensackten und einschliefen. Für den Kutschersitz brauchen Sie einen Stuhl. Auf diesen setzen Sie sich aufrecht auf den vorderen Teil der Sitzfläche. Nun lassen Sie Ihren Oberkörper langsam in sich zusammensacken, dabei atmen sie langsam ein. Die Unterarme ruhen auf den Unterschenkeln, der Rücken ähnelt einem Katzenbuckel. Richten Sie sich nun langsam wieder auf und atmen aus, versuchen Sie die Luft von sich wegzuatmen.
Die Torwartstellung findet im Stehen statt. Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße stehen parallel auf dem Boden, die Knie sind leicht gebeugt und die Hände werden etwa eine Handbreit oberhalb der Knie auf den Oberschenkeln abgelegt. Atmen Sie nun mithilfe der Lippenbremse ein- und aus.
Für diese Übung knien Sie sich auf den Boden, der Oberkörper fällt nach vorne über. Die Stirn berührt den Boden, der Po liegt auf den Fersen. Denken Sie an einen zusammengerollten Igel. Die Hände liegen im Bereich der Lendenwirbel auf dem Rücken, die Fingerspitzen sollten sich berühren. Atmen Sie langsam in Richtung der Hände ein und aus. Nach einigen Wiederholungen können Sie die Arme auch vor sich ablegen und Ihren Kopf darauf abstützen.
Setzen Sie sich locker auf den Boden, die Beine sind vom Körper weggestreckt, der Oberkörper etwas nach vorne geneigt, die Hände sind hinter dem Rücken aufgestützt. Atmen Sie langsam ein und strecken dabei Rücken und Füße bis in die Zehenspitzen. Damit wird erreicht, dass sich die Luft langsam bis in die Lungenspitzen ausbreitet. Anschließend atmen Sie ebenso langsam aus.
Begeben Sie sich in den Schneidersitz. Die Hände liegen auf den Knien, drücken Sie sie beim Einatmen leicht nach unten. So wird der Körper in Spannung versetzt, die langsam eingeatmete Luft steigt bis in den Kopf. Sie sollten das Gefühl bekommen, zu wachsen, achten Sie aber darauf, dass Sie die Schultern nicht hochziehen. Mit „pff“- und „ch“-Lauten wird nun langsam ausgeatmet.
TIPP: Suchen Sie sich vor Ort eine Asthma-Sportgruppe oder einen Atemtherapeuten. Über die Deutschlandkarte auf der DAAB-Seite finden Sie Ihren Landes- und Ortsverband, der Ihnen sicher gern weiterhilft.
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