Sie sieht aus wie eine Nuss, botanisch ist die Erdnuss allerdings zu den Hülsenfrüchten zu zählen. Sie kommt aus Südamerika und ist eine Frucht des Arachis hypogeae Strauches. Ernährungsexperten und Ärzte preisen sie eigentlich hoch: Sie ist ein hervorragender Mineralstofflieferant und äußerst nahrhaft für Nerven und Muskeln. Zudem liefert sie hochwertiges Eiweiß und über Drei-Viertel ihres Fettes besteht aus den wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Was also kann sie Allergikern anhaben?
Die meisten Nahrungsmittel können erst ab einer gewissen Menge allergische Reaktionen auslösen – nicht so die Erdnuss. Bei ihr wirken schon wenige Mikrogramm allergisch. Für Allergiker ist daher schon der Staub aggressiv, der entsteht, wenn man eine Erdnussflips-Tüte öffnet. Zudem ist die Erdnuss zäh. Zum Beispiel ist sie hitzestabil – und wird so auch beim Backen nicht zerstört. Zu den vielfältigen Symptomen, die bei einer Erdnussallergie möglich sind, zählen Hauterkrankungen (Neurodermitisschub, Nesselsucht und Quincke-Ödem), Beschwerden an den Atemwegen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen – aber eben auch lebensbedrohliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und Schockzustände.
Um eine Erdnussallergie zu diagnostizieren, sind oft verschiedene Verfahren nötig: Hautuntersuchungen (Pricktest), Blutuntersuchungen (IgE-Test), Diät-Methoden und in Einzelfällen eine Provokation. Patienten mit einer Erdnuss-Allergie sind außerdem meist ein Leben lang mit ihr geschlagen.
Wenn der Allergologe bei Ihnen eine eindeutige Erdnussallergie feststellt, kommen Sie um eine Ernährungsumstellung nicht herum. Erdnüsse müssen nun strikt vom Speiseplan verschwinden!
Für den Notfall und um schwere allergische Reaktionen rechtzeitig zu behandeln, sollten sie sicherheitshalber immer ein Notfall-Set bei sich haben. Es beinhaltet Medikamente, die Ihnen Ihr Arzt individuell zusammenstellt.
Manche Forscher vermuten, dass Erdnussöl bei Allergikern auch über die Haut Reaktionen auslösen kann, etwa in Hautlotionen oder Badezusätzen. Bei Neurodermitikern mit Erdnussallergie wurden Ekzeme tatsächlich vereinzelt schlimmer. Sicherer ist es daher, als Erdnuss-Allergiker auf Kosmetika mit Erdnussöl zu verzichten.
Was sagen Sie dazu? Verfassen Sie hier einen Kommentar:
Die mit * versehenen Felder sind Pflichtfelder, die einen Eintrag erfordern.
Meinungen
Es sind keine Kommentare vorhanden.