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Heuschnupfen triefende Nase
Immer trieft die Nase!

Heuschnupfen / Pollen-Allergie

Wenn der Frühling kommt, blüht die Natur auf.

Für Millionen von Menschen ist das aber kein Grund zur Freude - denn mit der erwachten Natur fliegen auch die Pollen wieder. Triefende Nase, Husten, tränende Augen: Mancher Heuschnupfen-Patient leidet bis in den Herbst hinein.

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig diagnostiziert, kann Asthma entstehen. Jedem dritten Heuschnupfen-Patient passiert das...

Was passiert beim Heuschnupfen?

16 Prozent der Deutschen sind jedes Jahr erneut so etwas wie „dauer-erkältet“. Passiert es immer zur selben Jahreszeit, und lassen die Beschwerden während längerer Regenperioden nach, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Heuschnupfen. Heuschnupfen-Patienten reagieren auf den Blütenstaub von Bäumen (z.B. Birke, Erle), Sträuchern (z.B. Hasel), Gräsern, Getreide (z.B. Roggen) und Kräutern (z.B. Beifuß). Sobald die Pollen die Schleimhäute in der Nase oder am Auge reizen, lösen sie allergische Reaktionen aus. Das kann von Augentränen und Augenjucken über Niesen und Schnupfen, eine verstopfte Nase und Husten bis zur Atemnot reichen. Bisweilen treten auch Hautekzeme auf. Im schlimmsten Fall kann sich der Heuschnupfen zum Asthma Bronchiale ausweiten.

Wogegen bin ich allergisch?

Die Diagnostik bei Heuschnupfen ist nicht ganz einfach und kann langwierig sein. Es fliegen einfach zu viele Pollen umher. Der Arzt kann die Allergie-auslösenden Pollen durch Hauttests ermitteln. Dabei werden Pollenextrakte auf die Haut aufgetragen oder in die Haut eingeritzt. Handelt es sich um die richtigen Pollen, treten nach etwa zwanzig Minuten Hautrötungen und Quaddeln (ähnlich wie beim Mückenstich) an der Stelle auf. Möglich ist auch ein so genannter RAST-Test, hier werden im Blut Antikörper gegen Pollen nachgewiesen. Zuletzt empfiehlt sich ein Provokationstest, hier wird Heuschnupfen provoziert, indem man Pollen auf die Nasenschleimhaut sprüht.

Was für Therapien gibt es?

Am besten wäre es, die Allergie-auslösenden Pollen einfach komplett zu meiden. Da sie aber oft im Umkreis mehrerer Kilometer durch die Luft fliegen, ist es im Alltag unmöglich auszuweichen. Medikamentöse Behandlungen greifen nur die Symptome an, nicht die Ursache. Antihistaminika, Kortison und Ketotifen können helfen, die Beschwerden zu lindern. Langfristig gesehen empfiehlt sich jedoch eine Hypersensibilisierung. Dabei wird dem Patienten das Pollenallergen in stetig steigender Dosis gespritzt. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem Schritt für Schritt an die Allergie-auslösende Polle.

Tipps für den Alltag

  • Achten Sie darauf, wann Sie lüften! Auf dem Land sollten die Fenster am frühen Morgen geschlossen bleiben, da dann die meisten Pollen fliegen, in der Stadt am Abend.
  • Bevor Sie ins Bett gehen, sollten Sie in den kritischen Jahreszeiten die Haare waschen, damit keine Pollen in Ihr Bett kommen. Mühen Sie sich überhaupt, die Pollen aus Ihrer Wohnung auszusperren: Wechseln Sie wenn möglich die Straßenkleidung, wenn Sie heim kommen oder zumindest wenn Sie das Schlafzimmer betreten.
  • Tägliches Staubsaugen entfernt Pollen von Teppichen und und Möbeln, empfehlenswert sind Geräte mit Hepa-Filter. 
  • Vielleicht können Sie sich einen Pollen-freien Urlaub gönnen? Versuchen Sie mal, Ihre Urlaubsplanung auf die Saison jener Pollen zu legen, auf die Sie daheim allergisch reagieren. Besonders pollenarme Luft ist in Hochgebirgs-Gebieten und am Meer (besonders auf Inseln) zu finden.
  • Erkundigen Sie sich nach Pollenfiltern für die Lüftungsanlage Ihres Autos.

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Meinungen

Armin, 01.01.70 01:46:
Na dann gönn ich mir einen pollenarmen Urlaub am Meer ;-)
Barbara Drescher, 01.01.70 01:47:
Wertvolle Tipps, für alle, die betroffen sind