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16 Prozent der Deutschen sind jedes Jahr erneut so etwas wie „dauer-erkältet“. Passiert es immer zur selben Jahreszeit, und lassen die Beschwerden während längerer Regenperioden nach, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Heuschnupfen. Heuschnupfen-Patienten reagieren auf den Blütenstaub von Bäumen (z.B. Birke, Erle), Sträuchern (z.B. Hasel), Gräsern, Getreide (z.B. Roggen) und Kräutern (z.B. Beifuß). Sobald die Pollen die Schleimhäute in der Nase oder am Auge reizen, lösen sie allergische Reaktionen aus. Das kann von Augentränen und Augenjucken über Niesen und Schnupfen, eine verstopfte Nase und Husten bis zur Atemnot reichen. Bisweilen treten auch Hautekzeme auf. Im schlimmsten Fall kann sich der Heuschnupfen zum Asthma Bronchiale ausweiten.
Die Diagnostik bei Heuschnupfen ist nicht ganz einfach und kann langwierig sein. Es fliegen einfach zu viele Pollen umher. Der Arzt kann die Allergie-auslösenden Pollen durch Hauttests ermitteln. Dabei werden Pollenextrakte auf die Haut aufgetragen oder in die Haut eingeritzt. Handelt es sich um die richtigen Pollen, treten nach etwa zwanzig Minuten Hautrötungen und Quaddeln (ähnlich wie beim Mückenstich) an der Stelle auf. Möglich ist auch ein so genannter RAST-Test, hier werden im Blut Antikörper gegen Pollen nachgewiesen. Zuletzt empfiehlt sich ein Provokationstest, hier wird Heuschnupfen provoziert, indem man Pollen auf die Nasenschleimhaut sprüht.
Am besten wäre es, die Allergie-auslösenden Pollen einfach komplett zu meiden. Da sie aber oft im Umkreis mehrerer Kilometer durch die Luft fliegen, ist es im Alltag unmöglich auszuweichen. Medikamentöse Behandlungen greifen nur die Symptome an, nicht die Ursache. Antihistaminika, Kortison und Ketotifen können helfen, die Beschwerden zu lindern. Langfristig gesehen empfiehlt sich jedoch eine Hypersensibilisierung. Dabei wird dem Patienten das Pollenallergen in stetig steigender Dosis gespritzt. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem Schritt für Schritt an die Allergie-auslösende Polle.
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