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In einem Gramm Staub leben bis zu 15.000 Milben! Während wir bisher damit ganz gut zurecht kamen, steigt seit einigen Jahren die Zahl der Hausstaubmilben-Allergiker rapide an. Heute ist bereits jeder zehnte Bundesbürger betroffen. Noch ist sich die Wissenschaft nicht ganz sicher, warum die Zahlen zunehmen, man vermutet aber, dass die gute Isolierung unserer Häuser den Milben einen ausgezeichneten Lebensraum schenkt. Milben mögen wohltemperiertes, feuchtes Klima und keine Zugluft.
Die Symptome der Hausstaubmilbenallergie sind vergleichbar mit denen einer starken Erkältung: Die Nase ist verstopft oder läuft, man niest, die Nase brennt und juckt, die Augen jucken und sind rot, das Atmen fällt schwer, man hustet. Bei Hausstaubmilbenallergie kommen allerdings oft allergische Reaktionen an der Haut hinzu, Ausschlag und Juckreiz. Das bringt eine Erkältung nicht mit sich, ebenso wenig die Pollenallergie (deren Symptome sich auch nur in diesem Punkt unterscheiden). Hausstaubmilbenallergiker leiden zwar nicht saisonal bedingt (wie der Pollenallergiker), sondern tageszeitlich bedingt: am schlimmsten ist es nachts und morgens nach dem Aufstehen. Das liegt daran, dass im Bettzeug besonders viel Milbenkot ist. Beim Bettenmachen treten die Symptome daher auch besonders stark auf.
Sollten Sie diese Beschwerden bei sich feststellen, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Mithilfe eines Hauttests, eines Bluttests oder eines Provokationstests kann er eine sichere Diagnose stellen.
Die beste Therapie wäre es, Milbenkot zu meiden. Das ist natürlich nicht möglich, aber Ihr Ziel sollte es sein. Machen Sie es Ihren Mitbewohnern dazu so unbequem wie möglich: Vermeiden Sie feucht-warmes Raumklima und beachten Sie unsere Tipps (s. unten).
Gegen die Beschwerden kann Ihnen der Arzt Antihistaminika verschreiben, auch Asthmamedikamente sind gebräuchlich. Auf Dauer kann eine Hypersensibilisierung (Spezifische Immuntherapie) beim Arzt helfen, denn sie gewöhnt Ihren Körper Schritt für Schritt an die lästigen Hausstaubmilben.
Nicht umsonst treten bei Hausstaubmilben-Allergiker die Beschwerden vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen auf. In herkömmlichen Betten fühlen sich Milben besonders wohl. Die beste Therapie ist es daher, Ihren Schlafplatz so milbenfrei wie möglich zu halten. Zunächst sollten Sie sich spezielle, Milben-undurchlässige Bettzeug- und Matratzenbezüge (sogenannte Encasings) besorgen, sie mindern Beschwerden deutlich. Sie erhalten sie im Fachgeschäft oder direkt beim Händler (etwa bei Allergo-Natur). Wenn der Arzt eine Hausstaubmilben-Allergie bei Ihnen diagnostiziert, zahlt die Krankenkasse hier meist dazu.
Lüften Sie außerdem Ihr Bettzeug regelmäßig gründlich aus und waschen Sie sowohl Bezüge als auch Kopfkissen und Decke häufig (Milben sterben erst ab 60 Grad). Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Bettgestell Luft an die Matratze lässt. Und lassen Sie Ihre Matratze einmal im Jahr chemisch reinigen.
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