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Ein anaphylaktischer Schock kann jeden Allergiker treffen und es kann überall zu dem lebensbedrohlichen Zusammenbruch kommen. Jeder, der schon einmal eine allergische Reaktion erlitten hat, ist gefährdet. Jedoch kommen die Auslöser für eine Anaphylaxie hauptsächlich aus einem der folgenden drei Bereiche:
Allergiker selbst sowie dessen Angehörige sollten wissen, was im Notfall zu tun ist, denn nicht immer ist schnell ein Notfallmediziner zur Stelle.
Bei der Anaphylaxie handelt es sich um eine Extremvariante der allergischen Reaktion, die zwar selten jedoch potentiell tödlich ist. Hierbei kommt es zu einer massiven Ausschüttung von Histamin und anderen Substanzen (etwa Serotonin und Prostaglandin). Als Folge erweitern sich die Blutgefäße in den Extremitäten, das Blut „versackt“ in Armen und Beinen. Dieses Blut fehlt nun zur Versorgung lebenswichtiger Organe wie dem Herz, der Lunge und dem Gehirn. Der Blutdruck fällt ab, der Puls ist flach. Als Versuch des Körpers den Blutdruck wieder zu erhöhen, wird Adrenalin ausgeschüttet und das Herz schlägt schneller. Nun werden die kleinen Blutgefäße enger gestellt. Es kommt zur so genannten Körperzentralisation: Die Körpermitte wird verstärkt mit Blut versorgt, um die Versorgung von Herz und Hirn zu gewährleisten. Durch die verschiedenen Mediatoren und das Histamin tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das Gewebe aus. Aufgrund dessen kommt es zum Flüssigkeitsmangel, die Organversorgung bricht zusammen, der Herz-Kreislaufstillstand setzt ein.
Mediziner unterscheiden 4 Schweregrade einer anaphylaktischen Reaktion. Schon zu Beginn zeigen sich erste Warnsymptome. In den Handflächen und/oder den Füßen beginnt es zu kribbeln. Anschließend rötet sich das Gesicht, danach der ganze Körper, es tritt starker Juckreiz auf. Ebenfalls typisch sind starkes Schwitzen, Schluckbeschwerden sowie ein Hitzegefühl am ganzen Körper. Auch Übelkeit, Atemnot, ein trockener Mund, geschwollene Augenlider, Quaddeln, Herzrasen und Angst deuten auf einen anaphylaktischen Schock hin. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es manchmal zum Zuschwellen des Kehlkopfs (Larynxödem). Letztlich verliert der Betroffene das Bewusstsein.
Wenn Sie schon einmal einen anaphylaktischen Schock erlitten haben, sollten Sie – neben dem Notfallset – immer einen Anaphylaxie-Pass mitführen. Dieser wird von einem Arzt ausgestellt und enthält neben dem Anaphylaxie-Auslöser auch eine Handlungsanweisung für den Notfall. Eine wichtige Hilfe für fremde Helfer sind Aufkleber, welche die schrittweise Anwendung des Adrenalin-Injektors zeigen. Bewahren Sie den Anaphylaxie-Pass zusammen mit Ihrem Notfallset auf, sodass auch fremde Helfer wissen, was zu tun ist
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