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Angst vor dem Wasser: Wasserallergie

Britin leidet unter Wasserallergie

Michaela Dutton, eine 21-jährige Britin, kann nicht die Tränen Ihres Sohnes abwischen, denn Sie leidet unter einer Wasserallergie. Bereits ein Tropfen der klaren Flüssigkeit führt bei ihr zu schmerzenden Ausschlägen. Nach der Geburt Ihres Sohnes Mitchell trat die Allergie zum ersten Mal auf.

Dutton kann ihren Sohn nicht im Arm halten, da er schwitzen könnte. Auch der Genuss einer Tasse Tee, Kaffee oder Saft ist für sie gefährlich. Der Rachenraum schwillt an und es bilden sich Quaddeln. Stattdessen trinkt Dutton Diätcola, die bei ihr keinerlei gesundheitliche Komplikationen auslöst, obwohl sie kohlendioxidhaltiges Wasser enthält.

Mittlerweile hat die Britin so viel Angst, dass sie kaum noch das Haus verlässt, denn kurze Regenschauer wären lebensbedrohlich. Um sich sauber zu halten, springt Dutton zehn Sekunden unter die Dusche - einmal in der Woche. Die restliche Zeit nutzt sie ein Handtuch. Aber schon die kurzen Kontakte mit Wasser führen zu Reizungen und geröteter Haut.

Dutton fühlt sich wie eine Gefangene in ihrem eigenen Körper, zudem hat sie den Kontakt zu vielen Freunden verloren - diese glauben eine Wasserallergie wäre ansteckend.

Die Wasserallergie - auch aquagene Urtikaria - ist eine extrem seltene Erkrankung. Nur einer von 230 Millionen Menschen erkrankt daran. Bislang sind nur 30 Fälle dokumentiert. Eine Heilung gibt es bisher nicht. 1964 wurde die Wasserallergie erstmals beschrieben. 15 Minuten bis zu zwei Stunden nach dem Kontakt mit Wasser treten Rötungen und Schwellungen der Haut auf.

Die Ärzte glauben, dass ein hormonelles Ungleichgewicht nach der Geburt ihres Sohnes zu der seltenen Allergie geführt hat. Ein Nesselsucht-Experte sagt, dass Geburten oft zu Veränderungen der Haut führen. Während einige ihre Symptome verlieren, entwickeln andere erst jetzt die typischen Symptome einer Nesselsucht. Zudem glauben einige Fachleute, dass die Beschwerden durch eine Freisetzung von Histamin in den Mastzellen verursacht werden. Andere sind sich sicher, dass die Überempfindlichkeit auf die Ionen im Wasser zurückzuführen ist, auch eine Abwehrreaktion auf die vom Körper als giftig empfundene Substanz halten einige für möglich.

Bei Nesselsucht helfen üblicherweise Antihistaminika oder Steroide, um den Juckreiz zu lindern. Ergänzend wird die UV-Licht-Therapie eingesetzt, damit die Mastzellen weniger anfällig für den allergenen Auslöser werden und weniger oder kein Histamin mehr ausschütten. Bei Miss Dutton halfen bisher keine dieser Behandlungsmethoden.

Quelle: Daily Mail Online


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