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Als Barack Obama noch Präsidentschaftskandidat war, versprach er seinen Töchtern einen Hund zum Wahlsieg. Doch nachdem er tatsächlich Präsident wurde, hatte er ein Problem, sein Versprechen einzulösen, denn seine Tochter Malia leidet unter einer Hunde-Allergie… Wie soll man da einen Hund anschaffen? Hilfe kam von Ted Kennedy, der empfahl und schenkte den Obamas einen portugiesischen Wasserhund. Zu Ostern zog Vierbeiner Bo ins Weiße Haus. Alle haben ihn gern, besonders Malia. Denn obwohl er ein Hund ist, hat sie in seiner Nähe kein Augenjucken, keine laufende Nase und keinen kratzenden Hals. Wie ist das möglich?
Der portugiesische Wasserhund hat zwar viel Fell – aber es fällt sehr selten aus, denn es unterliegt keinem Jahreszeitenwechsel. Außerdem hat er viele Locken im Fell, dadurch schuppt seine Haut weniger als die anderer Hunde. Ein Hund, der kaum haart und kaum schuppt – das ist ein Traum für Allergiker. Denn durch das Haaren verbreiten sich die allergenen Proteine des Hundes, die auch in den Hautschuppen sitzen, besonders schnell.
Als Allergen-arme Hunderassen ist der Portugiesische Wasserhund nicht allein. Sein ebenfalls lockiges, ebenfalls kaum haarendes Fell macht auch Pudel zu angeblichen „Allergiker-Hunden“. Pudel haben zudem eine komplett andere Eiweiß-Zusammensetzung als sonstige Hunderassen, die von den meisten Allergikern weit besser vertragen wird.
Ähnliches gilt für Pudel-Kreuzungen wie den Goldendoodle (Kreuzung Pudel mit Golden Retriever), den Cockapoo (Kreuzung mit Cocker Spaniel), den Schnoodle (Kreuzung mit Schnauzer) und den Labradoodle (Kreuzung mit Labrador). Letzterer wurde 1989 speziell für eine Allergikerin gezüchtet, für Pat Blum aus Hawaii. Sie ist blind. Blinden Menschen ist der Labrador ein treuer Begleiter, denn er ist sehr gelehrig, verlässlich und hat ein sanftes Wesen. Pat konnte jedoch keinen Labrador anschaffen, denn ihr Mann leidet unter einer Tierhaarallergie. Ein australischer Blindenverein züchtete den Labradoodle, um ihr zu helfen. Man schickte ihr Fellproben, ihr Mann hatte keine allergischen Reaktionen. Über die USA und Kanada kam der Labradoodle 2005 nach Deutschland.
Hunde-Allergien sind nicht in eine Schublade zu stecken. Manche Allergiker reagieren nur auf bestimmte Rassen, manche auf alle, manche auf nur eines der beiden Geschlechter. Bei empfindlichen Allergikern können auch die so genannten „Allergiker-Hunde“ Reaktionen auslösen. Aber – soviel kann man auf jeden Fall sagen – die Chance ist deutlich geringer.
Falls Sie als Hundeallergiker einen Hund als Haustier im Auge haben, sollten Sie ihn mehrfach besuchen, bevor Sie ihn bei sich aufnehmen. So können Sie austesten, wie Sie individuell auf ihn reagieren. Falls alles gut läuft haben Sie vielleicht schon bald Familienzuwachs, trotz Allergie – wie Malia Obama.
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Meinungen
erst mal sich testen lassen.
Wenn festgelegt ist welche Rasse es sein
soll Haare besorgen und damit ab zum
Arzt.