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Schimmelpilzsanierung
Selbst machen oder vom Fachmann?

Schimmelsanierung: DIY oder Fachmann?

 

Schimmelbefall ist nicht nur für Allergiker eine ungesunde Sache. Wer ständig die Sporen einatmet, muss damit rechnen, richtig krank zu werden. Sobald Sie Schimmel bemerken, sollte er so schnell wie möglich entfernt werden. Ist nur eine kleine Fläche befallen, sollte die Schimmelsanierung sogar selbst durchgeführt werden. Jedoch nur mit angemessener Schutzkleidung.

Kleinerer Schimmelpilz-Schaden

Ein oberflächlicher Schimmelbefall von bis zu 0,5 Quadratmetern wird als kleiner Schimmelpilzschaden bezeichnet und kann selbst beseitigt werden. Soll eine Schimmelsanierung vorgenommen werden, sollte dies nur mithilfe geeigneter Schutzkleidung erfolgen: Schutzhandschuhe, Atemmaske und Schutzbrille sind Pflicht. Nach den Sanierungsarbeiten heißt es duschen und die Kleidung zu waschen, alternativ können Einmaloveralls genutzt werden.

Größere Schimmelpilzschäden

Nimmt der Schimmel einen Umfang von mehr als 0,5 Quadratmetern ein, muss ein Fachmann ran. Zunächst muss ein Sachverständiger nach der Ursache forschen und gegegebenfalls die Schimmelpilzarten bestimmen. Einige Arten werden als besonders giftig eingestuft. Danach erfolgt die Schimmelsanierung durch eine Fachfirma. Achten Sie darauf, dass diese an einem Ausbildungslehrgang zur Schimmelsanierung teilgenommen hat. Ist eine sofortige Sanierung nicht möglich, müssen die Bewohner bestmöglich vor dem Schimmel geschützt werden, etwa durch das Abdecken befallener Stellen und verstärktes Lüften.

Fachfirmen erfragen Sie beim Gesundheitsamt, Umweltamt, sowie den Industrie- und Handelskammern. Auch Verbraucherzentralen können Adressen zur Verfügung stellen.

DIY: Möglichkeiten der Schimmelsanierung

Allergiker, Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sollten eine solche Sanierung nicht selbst durchführen und auch nicht anwesend sein, wenn sie durchgeführt wird.

  • Tapeten: feucht abwischen, Schimmel entfernen und anschließend betroffene Stellen mit Alkohol behandeln
  • Putz (oberflächlich): feucht abwischen, danach mit Alkohol abreiben
  • Putz (Befall bereits im Mauerwerk): feucht abwischen, Mauerwerk muss bis zur schimmelpilzfreien Schicht abgetragen werden
  • Glatte Flächen (Fliesen, Metall, Möbel): feucht abwischen, mit haushaltsüblichem Reiniger abwaschen und anschließend mit 70%-igem Alkohol desinfizieren
  • Polstermöbel (oberflächlich, durch Sporen aus der Luft verunreinigt): Sanierung nur möglich, wenn Sporen ausschließlich Oberfläche angegriffen haben, intensives Absaugen (Staubsauger mit Feinfilter), anschließend Staubsaugerbeutel im Hausmüll entsorgen
  • Polstermöbel (direkt befallen): keine Sanierung möglich, Möbel entsorgen
  • Matratzen: Sanierung nicht möglich, Matratze entsorgen
  • Textilien (Vorhänge, Decken): vorsichtig abnehmen, wenn möglich mehrfach waschen, Flecken und Schimmelgeruch bleibt möglicherweise
  • Aktiv befallenes Holz: schwer bis gar nicht zu sanieren, in Einzelfällen ist Sanierung durch Abschleifen der befallenen Oberflächen durch einen Fachmann möglich

Quelle: DAAB

Hände weg von Anti-Schimmelmitteln

Wird Schimmel einfach nur weggesprüht, kommt er ganz sicher irgendwann zurück. Zudem enthalten viele Mittel giftige Substanzen, etwa Formaldehyd und Chlorgas. Salmiakgeist oder Aktivchlor können zudem die Atemwege reizen.


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