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Herkömmliche Waschmittel enthalten Parfümstoffe, Tenside und andere Zusatzstoffe, einige von ihnen verbleiben in winzigen Resten in den Fasern. Wird die Kleidung dann auf der Haut getragen, kommt es unweigerlich zu Reizungen. Zu Allergien und Hautreizungen neigende Menschen sollten daher nur Waschmittel nutzen, die ohne reizende und allergieauslösende Stoffe auskommen. Solche Produkte kommen meist ohne Duftstoffe, optische Aufheller und Enzyme aus.
Waschtipp: Waschen Sie bei stark verschmutzter Wäsche doch mal wie zu Großmutters Zeiten: Statt reizender Enzyme nehmen Sie ein Stück Gallseife und reiben es in den Fleck ein. Zusammen mit kaltem Wasser lösen sich selbst hartnäckige Flecken. Handelt es sich um Fettflecken sollte der Schmutz mit heißem Wasser behandelt werden.
Es gibt sie wirklich: Waschmaschinen für Allergiker. AEG, LG und Samsung haben sie im Angebot. Aber was leisten sie wirklich? Der Clou: Die Wäsche wird im Hauptwaschgang für einen längeren Zeitraum auf 60 Grad erhitzt, anschließend bleibt die Wäsche in der Trommel etwa 40 Minuten dieser Temperatur ausgesetzt. Abschließend wird die Kleidung viermal ausgespült. Eine in Auftrag gegebene Studie in Kooperation mit dem Britischen Allergieverband belegt: Nach dem Waschen waren 97 der Milben, 99,9 Prozent der Katzen- sowie 100 Prozent der Hundeallergene beseitigt.
Nachteile: Durch die höhere Hitze steigt auch der Stromverbrauch. Laut AEG braucht ein Anti-Allergie-Waschgang die doppelte Energie wie ein Sparprogramm. Befragt man Allergieexperten, raten diese vom Kauf der Maschinen ab. Die normale 60 Grad Wäsche sei völlig ausreichend, meint etwa Dr. Horst Müsken von der Allergie- und Asthmaklinik Bad Lippspringe. Die größte Anzahl der allergieauslösenden Hausstaubmilben sitzen in de Matratze und gegen die hilft nur ein spezieller Überzug (Encasings). Die 900 Euro für eine Allergiker-Waschmaschine können Sie sich also getrost sparen.
Die kleinen schrumpligen Nüsse werden hauptsächlich in Indien, Pakistan und Nepal geerntet – und zwar vom Seifenbaum. Die Schale der Frucht enthält einen seifenähnlichen Stoff (Saponin) und ist daher hervorragend zum Waschen geeignet. Allergiker finden in der Waschnuss ein 100-prozentiges Naturprodukt, das garantiert ohne Duftstoffe, Enzyme und andere Zusatzstoffe auskommt. Ein weiterer Anreiz: Waschnüsse kosten nur halb soviel wie ein herkömmliches Waschmittel. Sie werden einfach in ein Baumwollsäckchen gegeben, das in die Trommel gelegt wird. Da die Waschnüsse geruchsneutral sind, können Sie vor dem Waschen ätherische Öle (soweit sie verträglich sind) auf das Säckchen geben, um den typischen Frische-Wäschegeruch nicht missen zu müssen. Da Waschnüsse natürlich auch keine Enthärter beinhalten, sollte die Maschine ab und zu mit einem normalen Waschmittel durchlaufen. Zwar bescheinigt Stiftung Warentest den Waschnüssen nur ein mangelhaftes Waschergebnis, jedoch kann dieses erheblich verbessert werden, wenn Sie Flecken mit Gallseife vorbehandeln.
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