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Allergikerhaus - gesund bauen
Das Allergikerhaus

Das Allergikerhaus: So bauen Sie gesund 

Ein gesundes Haus ohne Schadstoffe und Allergene ist nicht nur für Allergiker ein wahrer Segen. Auch gesunde Menschen wollen in einem unbelasteten Haus leben und jeden Tag tief durchatmen können. Dieser Traum vom gesunden Eigenheim muss nicht teuer sein. Wichtig ist jedoch eine gezielte Planung, die Sie sogar Fachleuten in Sachen allergikergerechtes Haus überlassen können.

Bodengutachten für Grundstück erstellen lassen

Schon mit dem Grundstück beginnt ein allergikergerechtes Haus. Industriebetriebe in der Nähe können Schadstoffe ausstoßen, die Asthmatikern Probleme bereiten können. Funkmasten und Wasseradern können chemiesensiblen Menschen (MSC-Syndrom) und Personen, die auf Elektrosmog negativ reagieren, Beschwerden bringen. Für Pollenallergiker sind blühende Wiesen und Bäume in der Nachbarschaft wichtige Aspekte. Industriebabfälle im Boden können nach Jahren noch immer gesundheitliche Beschwerden verursachen, hier schafft ein Bodengutachten Klarheit.

Allergikerfreundliche Baustoffe

Die Auswahl der Baustoffe muss auf die vorliegende Allergie abgestimmt erfolgen. So enthalten auch Naturbaustoffe wie Holz Allergene. Relevant sind aber meist eher Binde- und Lösungsmittel in Farben und Baumaterialien, die noch Jahre später giftige Dämpfe abgeben können. Bei der Auswahl der Baustoffe kann das „natureplus“-Gütesiegel helfen, nur ökologische und gesundheitlich verträgliche Produkte werden hiermit ausgezeichnet.

Besondere bauliche Maßnahmen

Verschiedene bauliche Maßnahmen können die Allergenbelastung vermindern. Dazu gehören:

  • Pollenschleuse oder abgeschlossener Windfang vermindert Pollenbelastung 
  • Fußboden- oder Wandheizungen gelten als allergikerfreundlich 
  • Lüftungsanlage mit entsprechenden Filtern
  • Netzfreischaltung von Schlafräumen
  • elektrische Leitungen, Wasserleitungen nicht neben das Schlafzimmer legen lassen

Das Allergikerhaus

Manche Hersteller von Fertighäusern bieten sogenannte Allergikerhäuser an. Da es sich hierbei aber nicht um einen geschützten Begriff handelt, sollten Sie besonders auf Verträge und Kleingedrucktes achten. Etwas mehr Sicherheit gibt das „tox-proof“-Siegel durch den TÜV Rheinland. Es gibt auch Häuser, die vollständig „toxproof“-zertifiziert sind. Das Institut für Umwelt und Gesundheit (IUG) hat einen Prüfkatalog für ökologische und allergikergerechte Häuser erarbeitet und vergibt für zertifizierte Häuser das „Allökh“-Siegel.

Das Allökh-Siegel

Um das Allökh-Siegel zu bekommen, müssen verschiedene Prinzipien umgesetzt werden. Dazu gehört Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit, Allergikerverträglichkeit und Sozialverträglichkeit. Folgende Hersteller bieten ein allergikerfreundliches Haus an:

  • Baufritz
  • Weberhaus
  • Klimaplus
  • 81Fünf AG

Tipps für Bauherren 

  • Lassen Sie eine Schadstoffprüfung nach Fertigstellung durchführen
  • Wenn Sie nicht selbst bauen, lassen Sie schon im Bauvertrag verbindlich festlegen, was verbaut werden darf und was nicht
  • Lassen Sie den Bau von einem Bausachverständigen und/oder Umweltmediziner begleiten

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