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Noch relativ unbekannt ist die Gefahr durch sogenannte Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. Hohe Temperaturen und nährstoffreiche Seen ergeben ideale Lebensbedingungen für das Bakterium. Im Hochsommer vermehren sie sich explosionsartig und färben Baggerseen zu einer grünen „Erbsensuppe“. Blaualgen scheiden Giftstoffe (Cyanotoxine) aus, die bei Allergikern zu Beschwerden führen können. Die Reaktionen können sehr leicht aufallen und „lediglich“ Bläschen und Rötungen auslösen, bei schweren Allergikern aber auch lebensgefährlich werden. Noch dramatischer wird es, wenn Kinder beim Spielen große Mengen des befallenen Wassers trinken. Hier können die Beschwerden von Beeinträchtigungen des Geruchs- und Geschmackssinns, Reizungen der Schleimhäute und Verdauungstraktes bis hin zu lebensgefährlichen Schädigungen innerer Organe reichen. Allergiker und sensible Menschen sollten solche grünen Seen meiden.
Wer jetzt auf das Schwimmbad ausweichen will, sollte auch hier über die möglichen Gefahren aufgeklärt sein. Chlorgas – ein gebräuchliches Desinfektionsmittel für Schwimmbäder – erhöht Studien zufolge das Allergierisiko. Wasserratten, die sich sehr oft im Schwimmbad aufhalten, riskieren demnach die Ausbildung einer Allergie. Eine belgische Studie belegt: Mit der Aufenthaltsdauer steigt das Allergierisiko und die Konzentration körpereigener Stoffe, die Entzündungen hervorrufen. Eine andere Studie unterstreicht die Ergebnisse. Menschen, die sich in ihrer Kindheit und Jugend oft im Schwimmbad aufgehalten haben, litten als Erwachsene häufiger an Allergien als solche Menschen, die nicht so oft im Schwimmbad waren.
Im Schwimmbad geht es zwar, dank des Einsatzes von Chlor, sehr hygienisch zu, einige Menschen entwickeln dennoch eine Allergie.
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass öffentliche Schwimmbäder desinfiziert werden. Dies geschieht mit Chlor. Es verbindet sich mit Bakterien und anderen schädlichen Stoffen und macht sie so unschädlich.
Chlor ist aber eines der giftigsten chemischen Elemente überhaupt. Beim direkten Kontakt oder Einatmen kann es schwere Verätzungen auslösen. Ist es zu hoch dosiert, entsteht der typische Chlor-Geruch und es kommt zu gereizten Augen und Atemnot. Die Zahl der Menschen, die auf Chlor (in normaler Dosierung) allergisch reagiert, ist jedoch sehr klein. Wenn nach dem Schwimmen trockene Haut, Husten sowie eine verstopfte und/oder juckende Nase auftreten, kann das auf eine Chlor-Unverträglichkeit hindeuten. Ob Allergie oder nicht – nach jedem Schwimmbadbesuch sollte der ganze Körper gründlich mit klarem Wasser abgeduscht werden, unterstützend wirken Anti-Chlor Shampoos, Anti-Chlor-Seifen und Nasensprays, um das Chlor vom Körper zu spülen.
Hautpatienten, etwa Neurodermitiker, sollten den Kontakt mit Chlor sehr reduzieren, da es eine zusätzliche Belastung für den Körper darstellt. Vor und nach dem Schwimmen sollte die Haut gut eingeölt werden. Nach dem Baden gilt es alle Chlorrückstände abzuspülen. Gibt es offene und entzündete Stellen, sollte auf den Schwimmbadbesuch ganz verzichtet werden.
Nimmt das Kind am Schwimmunterricht teil, sollten spezielle Hautpflegemaßnahmen eingehalten werden. Nach dem Unterricht sollte lauwarm geduscht und anschließend die Haut abgetupft werden. Eine feuchtigkeitsspendende Salbe hilft bei der Regeration.
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Meinungen
Aufpassen in den Pools der Ferienanlagen
in den Urlaubsländern.Dort wird auch
mit Chlor gearbeitet.