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Ihr Kind passt nicht gut auf, kommt nicht mehr nach und bringt schließlich schlechte Zensuren mit nach Hause? Dies muss nicht daran liegen, dass Ihr Kind nicht so gut ist wie andere oder schlicht nicht genug aufpasst – auch eine unerkannte Allergie könnte der Grund für schlechtere Leistungen sein. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) weist darauf hin, dass unbehandelte Allergien zu einer erheblichen Beinträchtigung in der Schule führen. Bei einer nicht erkannten Pollenallergie etwa verschlechtert sich das Ergebnis der betroffenen Kinder während der Pollensaison um ganze 20 Prozent. Auch das Langzeit-Lernvermögen nimmt Schaden, im Gegensatz zu gesunden Schülern liegt es um 30 Prozent niedriger.
Auch wenn die Allergie erkannt und bereits behandelt wird, kann es zu schlechten Noten kommen. Dann nämlich, wenn die Therapie nicht optimal auf Ihr Kind abgestimmt ist. Wenn Ihr Kind in der Nacht oft aufwacht und hustet oder unter Atemnot leidet, ist dies ein Hinweis darauf, dass Ihr Kind nicht richtig medikamentös eingestellt ist. Eine US-Studie zeigt, dass Kinder mit einer unzureichenden Asthma-Therapie öfter zu Hause bleiben als gesunde Schüler. Fehlt die richtige Therapie, ist Ihr Kind weniger leistungsfähig und kann sich schlechter konzentrieren – ein schlechtes Zeugnis ist die Folge. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt und entwickeln gemeinsam mit ihm eine neue Behandlung für Ihr Kind. Auch eine Asthmaschulung ist durchaus sinnvoll. Hier lernt Ihr Kind, wie es sich im Alltag besser zurechtfindet. Es gibt sogar noch einen Grund für eine individuell angepasste Therapie – manche Studien zeigen, dass das Asthma später sogar vollständig verschwinden kann.
Wimmelt das Zeugnis vor lauter Fünfern, sollten Eltern nicht zu streng reagieren. Ihr Kind ist verunsichert und hat Angst, Sie enttäuscht zu haben. Werden Sie in dieser Situation wütend, bauen Sie nur noch mehr Druck auf, die Seele Ihres Kindes leidet. Jetzt geht es vielmehr darum, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Kinder- und Jugendpsychologen können Ihnen hierbei helfen und Strategien empfehlen. Auch der Gang zum Kinderarzt und Allergologen ist unerlässlich, um die Allergietherapie besser auf das Kind abzustimmen. Zuletzt sollten Sie überlegen, ob nicht Nachhilfestunden ratsam wären, um Ihrem Kind beim Lernen zu helfen.
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