In großen Supermärkten ist eine Abteilung für glutenfreie Produkte keine Seltenheit mehr. Hier findet der Betroffene Lebensmittel, die ganz ohne glutenhaltige Rohstoffe auskommen. Laut der Europäischen Glutenverordnung dürfen glutenfreie Produkte maximal 2mg Gluten auf 100g Lebensmittel (20mg auf 1 Kilogramm) enthalten. Solche Produkte erkennen Sie an dem Symbol mit der durchgestrichenen Ähre sowie der Kennzeichnung „glutenfrei“. Nur solche Lebensmittel dürfen Sie bedenkenlos essen, da sie auf Rückstände und Verunreinigungen kontrolliert worden sind.
Glutenfreie Lebensmittel erhalten Sie in größeren Supermärkten, im Reformhaus, im Internet oder direkt beim Hersteller.
Hersteller glutenfreier Lebensmittel im Überblick
Zöliakie-Patienten haben häufig einen Mehrbedarf an Mineralien und Vitaminen. Da sich die Zotten im Dünndarm zurückgebildet haben, kann der Körper nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen. Auch durch den häufigen Stuhlgang sind Mangelerscheinungen möglich. Sie sollten besonders auf die Versorgung mit Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin B12 und fettlöslichen Vitaminen achten. Nach der Umstellung der Ernährung regeneriert sich die Schleimhaut im Darm und es können wieder alle Nährstoffe im normalem Rahmen aufgenommen werden. Lassen Sie sich in der Anfangszeit von einer professionellen Ernährungsberatung unterstützen. Anfangs sollten Sie zusätzlich Ihre Nährstoffwerte ärztlich überprüfen lassen. Eventuell kann es sinnvoll sein, die Ernährung mit Nahrungsergänzungen zu unterstützen, natürlich müssen diese Produkte auch glutenfrei sein.
Da der Dünndarm durch die Zöliakie meist erheblich geschädigt ist, ist es nicht ungewöhnlich, dass es vorübergehend zu einer Milchzucker-Intoleranz kommt. Lactase, die zur Spaltung des Milchzuckers benötigt wird, kann nicht in ausreichenden Mengen gebildet werden. Sind Sie ebenfalls Lactose-Intolerant, sollten Sie neben glutenfreien Produkten auch lactose-freie Lebensmittel wählen. Einige Zeit nachdem Sie Ihre Ernährung umgestellt haben, wird sich auch Ihre Dünndarmschleimhaut erholt haben. Dann können Sie Milchzuckerprodukte wieder problemlos genießen.
Wichtig: Müssen Sie eine Weile auf Milchzucker verzichten, sollten Sie oxalsäurehaltige Lebensmittel meiden. Darunter fallen etwa etwa Mangold, Rhabarber, Kakao, rote Rüben und Petersilie. Hintergrund: Die Oxalsäure der Lebensmittel verbindet sich mit Kalzium zu wasserunlöslichem Calziumoxalat, ein bestehender Kalziummangel wird noch verschärft.
Was sagen Sie dazu? Verfassen Sie hier einen Kommentar:
Die mit * versehenen Felder sind Pflichtfelder, die einen Eintrag erfordern.
Meinungen
Es sind keine Kommentare vorhanden.