Wer sollte sie durchführen?
Da Pflanzen über die Wurzeln Nickel aus dem Boden aufnehmen, kann dieser auch in Lebensmittel gelangen. Auch aufgrund der späteren Verarbeitung mit nickelhaltigem Kochgeschirr können Lebensmittel mit Nickel verunreinigt werden. Einige Menschen leiden unter einer schweren Nickelallergie, haben selbst dann noch allergische Beschwerden, nachdem der Kontakt mit Nickel eingestellt worden ist. Solchen Patienten kann eine drastische Ernährungsumstellung helfen. Eine solche sollte nur mit einem qualifizierten Ernährungsberater angegangen werden, bei schweren Allergien kann es sogar sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Durchführung
Zunächst werden stark nickelhaltige Lebensmittel radikal vom Speiseplan gestrichen, einige Wochen später wird – nach einem Provokationstest, der prüft, ob die Therapie fortgeführt werden soll – die Nickelmenge langsam wieder gesteigert, um die individuelle Toleranzschwelle zu finden.
Einige Tipps zur nickelarmen Diät
- Obst, Gemüse, Kartofeln und Getreideprodukte sollten geschält werden, da sich Nickel besonders in der Haut/Schale anreichert
- keine Edelstahltöpfe verwenden
- besser: Glas, Keramik, Ton, Teflon oder Emaille, denn so kann bei der Zubereitung säurehaltiger Lebensmittel kein Nickel freigesetzt werden
- Kaffee selbst aufbrühen anstatt ihn mit der Kaffeemaschine zuzubereiten, so kann die Menge an Nickel um das Zehnfache reduziert werden
- Kontakt mit Nickel und Zigaretten vermeiden
- Wird zur Zubereitung des Essens Leitungswasser benutzt, ca. 250 Milliliter des ersten Wassers weggießen
- zwar gelten Konserven mittlerweile als ungefährlich, dennoch sollte der Verzehr stark saurer eingelegter Lebensmittel (Sauerkraut, Gurken) eingeschränkt werden
Nickelreiche Lebensmittel
- Kakao und Produkte daraus, Schokolade
- schwarzer und grüner Tee, Bier, Wein, Schnaps, Kirschssaft
- Hülsenfrüchte: Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Bohnen
- Nüsse und Samen: Erdnüsse, Pekannüsse, Cashew-Nüsse, Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Mohn und Leinsamen
- Getreideprodukte (Haferflocken, Getreidekörner, Vollkornbrot)
- Schalentiere
- Kohlgemüse
- auch: Zigaretten und Trinkwasser, wenn es lange in der Leitung stand
Nickelarme Lebensmittel
- Weizenbrot, Weizenmehlprodukte, Mischbrot
- frische Eier
- Milch, Buttermilch
- Joghurt, Quark u. a. Sauermilchprodukte (z.B. Dickmilch, Kefir, Frischkäse) Sahne
- Mozzarella, Frischkäse
- Emmentaler, Cheddar
- Mascarpone
- frisches Obst (außer Kirschen)
- Honig, Gummibärchen, Eis, Pudding
- parboiled Reis, Nudeln aus Weizenmehl
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