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Ernährung bei einer Zuckerverwertungsstörung

Viele Menschen bekommen nach dem Genuss leckerer Erdbeeren oder einer süßen Schokomilch Magenprobleme. Übelkeit, Krämpfe, Blähungen, Verstopfung und Druck im Oberbauch haben meist eine Ursache: eine Zuckerverwertungsstörung. Wie Sie Ihre tolerierbare Menge an Zucker herausfinden und mithilfe einer Ernährungsumstellung langfristig bauchschmerzfrei werden, erfahren Sie in unserer Serie.

Lesen Sie im 1. Teil: Übersicht der gebräuchlichsten Zucker und verschiedener Diagnosen.

Verschiedene Diagnosen möglich

Es gibt verschiedene Erkrankungen, bei denen die Betroffenen keinen Zucker vertragen. Dazu gehören:

  • Laktoseintoleranz
  • Sorbitunverträglichkeit
  • Fruktose-Malabsorbtion

Allen diesen Zuckerverwertungsstörungen ist ein Defekt im Dünndarm gemein. Ebenfalls wichtig: anders als bei einer Allergie können Menschen mit einer Unverträglichkeit den einen Tag problemlos einen Obstsalat essen, den nächsten Tag dann aber schreckliche Bauchkrämpfe nach dem Genuss eines einzelnen Apfels haben. Entscheidend bei einer Intoleranz ist die Menge. Haben Sie den Verdacht, an einer Zuckerverwertungsstörung zu leiden, empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Dieser wird mit Ihnen einen H2-Atemtest durchführen, bei dem Sie eine Zuckerlösung zu trinken bekommen. In einem Abstand von mehreren Stunden wird dann die H2-Konzentration im Atem gemessen. Steigt der Wert, ist die Diagnose für den getesteten Zucker positiv und es liegt eine Zuckerverwertungsstörung vor.

Zucker, Zucker, Zucker...

Damit eine Ernährungsumstellung überhaupt möglich ist, sollten Sie wissen, welche Zucker es überhaupt gibt. Da diese teilweise unter recht unterschiedlichen Namen daherkommen, haben wir eine ausführliche Übersicht erstellt.

Zucker

  • der normale Haushaltszucker, die Kombination aus Glukose und Fruktose

Laktose

  • sogenannter Zweifachzucker
  • Milchzucker
  • enthalten in: Milch, Milchproduken, auch in Medikamenten, Cremesuppen, Fertigprodukten
  • “versteckt“ sich auf der Zutatenliste als: Laktose, Milchzucker, Magermilchpulver, Molkenpulver, Molkereieiererzeugnisse, Trockenmilch

Fruktose

  • sogenannter Einfachzucker
  • Fruchtzucker
  • enthalten in: Obst, Gemüse, sowie den entsprechenden Säften

Sorbit und Sorbitol

  • Zuckerausstauschstoff
  • als Zusatzstoff als E420 zu finden
  • zum Beispiel zu finden in: sogenannten Diabetikerprodukten, in Kaugummi, Zahnpasta

Andere Zuckeraustauschstoffe

  • werden als Zuckeralkohole bezeichnet
  • müssen entweder mit ihren Namen oder ihrer E-Nummer aufgeführt werden können in höheren Mengen zu Magenbeschwerden und Durchfall führen
  • Xylit (E 967), Mannit (E 421), Isomaltit (E 953), Maltit (E 965), Laktit (E 966)

Süßstoffe

  • Süßkraft im Vergleich zu Haushaltszucker 30- bis 3000mal höher Süßstoffgesüßtes ist für Betroffene einer Zuckerverwertungsstörung meist problemlos zu genießen
  • zu erkennen an sehr niedrigem Kaloriengehalt
  • Acesulfam K (E 950), Aspartam (E 951), Cyclamat (E 952), Neohesperidin DC (E 959), Saccharin (E 952), Sucralose (E 955), Thaumatin (E 957), Tafelsüße (E 952)

 

3 Stufen-Plan zur Ernährungsumstellung

  • 1.Stufe: Karenzphase
  • 2.Stufe: Testphase
  • 3.Stufe: Langzeiternährung

WICHTIG: Nehmen Sie unbedingt auch eine individuelle Ernährungsberatung von einem diplomierten Ernährungswissenschaftler oder einem ausgebildeten Diätassistenten in Anspruch.


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