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Krimml, im Salzburger Land, in Österreich widmet sich im Rahmen des „Hohe Tauern Health“-Projektes den besonderen Bedürfnissen von Allergikern und Asthmatikern. Von den Gletschern des Hohen Tauern gespeist kommen die Krimmler Wasserfälle auf eine Gesamthöhe von 380 Metern. Sie sind damit die höchsten in Europa. Neben den Wasserfällen bietet auch die Region Hohe Tauern viel Erlebnisreiches. Der Nationalpark selbst ist mit knapp 1900 Quadratkilometern der größte der Alpen und bietet mit kristallklaren Bergseen, Almen und zahlreichen Wanderwegen viele Möglichkeiten, im Urlaub aktiv zu werden. Zudem bietet die Region Oberpinzgau Zeugnisse der bäuerlichen Kultur. So lockt etwa das Heimatmuseum mit Kristallwelt in Bramberg oder das Keltendorf in Utendorf. Wer es genauer wissen woll, besucht das Mundartarchiv in Niedernsill. In der Saison von April bis Oktober laden Feste und Bräuche Urlauber zum Mitmachen ein.
In der Region selbst gibt es mittlerweile zehn allergiefreundliche Hotels, die sich auf die besonderen Bedürfnisse eingestellt haben. Sie werden alle zwei Jahre von der Medizinischen Universität Salzburg zertifiziert. Die häufigsten Allergene – Tierhaare, Schimmelpilze und Hausstaubmilben sowie deren Quellen - wurden entfernt. Auch eine speziell auf Nahrungsmittelallergien abgestimmte Küche gehört zum Standard. Aber auch die Umgebung selbst ist ideal für Allergiker. Da Krimml auf über 1000 Höhenmetern liegt, sind Allergene und Schadstoffe sehr selten. Das Gebirgsklima ist außerdem arm an Hausstaubmilbenallergenen, die Pollensaison ist kurz.
Das Projekt wird von der EU gefördert, so gab es bereits mehrere an der Medizinischen Universität von Salzburg durchgeführte Studien. In einer klinischen Studie mit einer Parallelgruppe, durchgeführt mit Kindern zwischen acht und 14 Jahren, zeigten sich die Effekte. So tritt ein Soforteffekt ein, wenn die Luft der Krimmler Wasserfälle eingeatmet wird, die gesundheitlichen Verbesserungen wirken sogar bis zu vier Monate nach dem Aufenthalt nach. Nach Einschätzung vieler Allergologen und Immunologen ist die Wasserfalltherapie eine mögliche Alternative zu der Standardtherapie bei Asthma mit Cortisongabe. Bei allen Studienteilnehmern verbesserte sich die Lungenfunktion, es wurde weniger Stickstoffmonoxid ausgeatmet, das Asthma-Spray nicht mehr benötigt. Ursache der Wirkungen sind die herabfallenden Wasserfallaerosole, die kleiner und besser verträglich sind als die in herkömmlichen Asthmasprays. Einige österreichische Krankenkassen bezahlen bereits die Wasserfalltherapie.
Von Schnupperangeboten bis zum mehrwöchigen Urlaub ist alles möglich. Auch medizinisch betreute Wasserfalltherapien werden angeboten. Neben Eingangs- und Abschlussuntersuchungen ist immer ein Notfallteam vor Ort, auch Lungenfunktionstests werden regelmäßig durchgeführt. Die medizinische Betreuung wird durch die Paracelsus Medizinische Privatuniversität gewährleistet. Für Kinder wird das „Splash Camp Krimml“ angeboten, das Spaß mit Gesundheit verbindet. Atemschulungen und Gesundheitswanderungen können hinzugebucht werden.
Mehr Informationen zur Wasserfalltherapie in Krimm
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