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Filter für einen Luftreiniger

Luftreiniger für Allergiker: Verschiedene Filtersysteme

Luftreiniger funktionieren mit verschiedenen Filtersystemen, die einzeln oder in Kombination verbaut sind. Die Filter saugen die Raumluft über ein Gebläse an und binden Hausstaub, Schimmelsporen oder andere Allergene unterschiedlich gut an sich, aus diesem Grund sollten sich Allergiker vor dem Kauf eines Luftreinigers genau über die Wirksamkeit zu informieren. Neben dem Filtersystem spielen auch die Luftumwälzung, die Leistungsfähigkeit sowie die Geräuschentwicklung eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines geeigneten Luftreinigers.

 

Unterschiedliche Filtersysteme

  • HEPA-Filter

Der HEPA-Filter, kurz für „High Efficiency Particulate Air Filter“ oder auch hochwirksame Luftreinigung, wurde ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt, wird heute aber auch im medizinischen Bereich sowie der Forschung eingesetzt. Der Filter besteht aus einem Synthetik-Zellulose-Gewebe und besitzt eine Filterleistung von 99,97 Prozent. Das heißt, von 10.000 Partikeln in der Raumluft bleiben 3 zurück. Damit ist die Wirksamkeit eines HEPA-Filters etwa 3-mal höher als bei anderen Filtersystemen. Moderne HEPA-Filter halten Allergene ab einer Größe von 0,1 Mikrometern zurück, aufgrund seines breiten Spektrums kann er Filter jedoch auch Gerüche und Sporen neutralisieren. Luftreiniger mit diesen Filtern sind oftmals sehr laut, da eine gewisse Pumpleistung benötigt wird.

  • Aktivkohle-Filter

Bei Aktivkohle handelt es sich um eine feinkörnige, medizinische Kohle mit einer großen inneren Oberfläche. Neben dem Gesundheitsbereich wird sie auch in der Abwasserbehandlung sowie in der Klima- und Lüftungstechnik verwendet. Der Filter sieht aus wie eine dicke schwarze Matte und wird aus verschiedenen Materialien pflanzlichen oder tierischen Ursprungs hergestellt: Häufig werden Steinkohle, Torf, Holz oder Kokosnussschalen verwendet. Über die poröse Oberfläche werden Allergene aufgenommen und absorbiert. Auch Gerüche und gasförmige Schadstoffe kann der Aktivkohle-Filter neutralisieren. 

  • Luftreinigung mit Ionisator

Negativ geladene Ionen sind ein natürlicher Bestandteil der Atemluft und haben einen großen Einfluss auf die Sauerstoffverwertung. Ein höherer Anteil an Negativionen hat positive Wirkungen, der Sauerstoff aus der Raumluft kann schneller aufgenommen und besser verwertet werden. An Wasserfällen, nach einem Gewitter oder an der Küste werden besonders viele negative Ionen produziert, die Luft wird als sehr erfrischend empfunden. In Küstenregionen kann man etwa 3000-4000 negativ geladene Ionen pro Kubikzentimeter Luft nachweisen, in einem Büroraum sind es manchmal weniger als 100. Im Luftreiniger werden Partikelchen negativ aufgeladen, durch das Prinzip der Luftumwälzung verteilen sie sich anschließend überall im Raum. Es findet also keine Luftreinigung im eigentlichen Sinne statt, Allergene werden nicht neutralisiert.

  • Ozongenerator

Ein Ozongenerator ist besonders für die die Bekämpfung von Pollen sowie Pilz- und Virenbelastungen geeignet. Zudem kann er unangenehme Gerüche ausschalten. Da eine hohe Ozonkonzentration jedoch nicht ganz ungefährlich ist, sollte das Gerät mit einem Ozongenerator manuell zu- und abgeschaltet werden können.

  • Elektrostatische Luftreinigung

Elektrostatische Filtersysteme wirken ähnlich wie ein Magnet, mittels Reibung sowie elektrostatischer Aufladung. Die Allergene werden elektrisch aufgeladen und anschließend von negativ geladenen Metallplatten angezogen und festgehalten. Zudem konnte bei elektrostatischen Filtern auch eine milbentötende Wirkung festgestellt werden. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 95 Prozent, kann aber nur aufrecht erhalten werden, wenn der Filter regelmäßig mit dem Staubsauger gereinigt wird. Neue Filter für den Luftreiniger müssen jedoch nicht nachgekauft werden. Eine Variante dieses Filtersystems ist der Plasma-Filter, der aufgrund seines Wabengeflechts noch wirksamer ist.

  • Photokatalytische Luftreinigung/Fotokatalysator

Hauptbestandteil des Fotokatalysator ist Titandioxyd. Unter Einwirkung von UV-Licht entsteht in dem Filter eine chemische Reaktion, infolgedessen sich eine Substanz entwickelt. Diese ist in der Lage, organische Verbindungen, zum Beispiel Viren oder Bakterien unschädlich zu machen. Krankmachende Viren werden bis zu 99 Prozent neutralsiert, Schimmel sogar zu 100 Prozent. Meist wird der Fotokatalysator mit einem Aktivkohle-Filter kombiniert, sodass auch Allergene aufgenommen werden können.

Eine Kombination mehrere Filterverfahren sowie ein breites Filterspektrum ist am besten geeignet, um möglichst viele Pollen und andere Allergene aus der Raumluft herauszufiltern.


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