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Luftreiniger verfügen über verschiedene Filtersysteme, die feinste Schwebepartikel in der Raumluft ansaugen. Die Filter können Pollen, Tierhaarallergene, Staub aber auch Zigarettenrauch, Wohnraumgifte und Bakterien unschädlich machen. Wird die Raumluft durchgehend gefiltert, verringert sich die Belastung der Allergene zum Teil erheblich, allergische Beschwerden lassen nach. Ein Luftreiniger darf nicht mit einem Luftbefeuchter verwechselt werden. Dieser kann Keime, Pollen und Co. unter Umständen noch weiter anreichern.
In einer Studie (Van der Heide 1997) wurde die Wirkung von Luftreinigern, Encasings und Placebos gegenübergestellt. Die Autoren der Studie bewerten Luftreiniger positiv, betonen aber, dass Hausstauballergiker auch andere Verfahren nutzen sollten. So senken auch Matratzen- und Kissenbezüge die Allergenbelastung.
Auch zu Hundeallergenen gibt es bereits einige Studienergebnisse. Die Forscher untersuchten Luftreiniger in Wohnungen, in denen Hunde gehalten wurden. Dabei konnte der HEPA-Filter die Allergene am besten herausfiltern. Zusätzlich sollten Allergiker jedoch den Hund nicht in die Schlafräume lassen.
Die Belastung mit Katzenhaarallergenen lässt sich mit HEPA-Filtern ebenfalls reduzieren. Auf die Menge der Allergene im Staub der Wohnräume hatten die Geräte keinen Einfluss. Auch für Katzenhaarallergiker empfehlen Wissenschaftler die Kombination mehrerer Verfahren. So sollten Luftreiniger und Encasings genutzt werden, außerdem sollte die Katze vom Schlafzimmer ferngehalten werden. Luftreiniger allein hatten kaum positive Wirkungen auf allergische Beschwerden. Dies lag auch daran, dass die Luftreiniger häufig als Belastung empfunden werden und so weniger liefen, als eigentlich nötig wäre.
Für die Filterung von Pollen wurden elektrostatische Dreifiltersysteme untersucht. Mit ihnen konnte die Pollenbelastung verringert werden, auch die allergischen Beschwerden ließen nach, bei Neurodermitis wurden ebenfalls positive Wirkungen beobachtet. Forscher empfehlen die Kombination mehrerer Verfahren.
Im Kampf gegen Pollen und Staub haben sich HEPA-Filter als besonders wirksam erwiesen, aber auch eine Kombination mehrerer Filtersysteme kann gute Dienste leisten. Allergiker sollten sich durch den Einsatz von Luftreinigern nicht in Sicherheit wiegen, sondern auch andere allergievorbeugende Verfahren nutzen. Wichtiger jedoch ist eine langfristige Behandlung mittels einer Immuntherapie und eine gute medikamentöse Einstellung. Wollen Sie sich einen Luftreiniger kaufen, lassen Sie sich beraten und bedenken Sie die hohen Anschaffungskosten, höhere Stromkosten und die teils erhebliche Lautstärke der Geräte.
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