Zimmerpflanzen für Allergiker

Zimmerpflanzen verschönern nicht nur die Wohnung, sie beruhigen auch und verbessern die Luftqualität. Darüber hinaus sind Efeu und Co. natürliche Schadstofffilter, auch zahlreiche Innenraumallergene werden durch Zimmerpflanzen verringert. Bei den grünen Lungen gilt das Motto: je mehr, desto besser.

Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover weisen auf die positiven Effekte von Zimmerpflanzen für Asthmatiker und Allergiker hin. Schon mit zwei oder drei ausgewählten Pflanzen könnten Allergiebeschwerden verringert werden. Durch Zimmerpflanzen wird die Zimmer- und Atemluft mit Feuchtigkeit angereichert. Wenn die Schleimhäute in den Atemwegen angefeuchtet sind, kann sie Viren, Erreger und Allergene viel besser abwehren.

Zimmerpflanzen als Allergenfilter

Zimmerpflanzen wirken als natürliche Schadstofffilter; sie filtern etwa schädliche Wohnraumgifte wie Formaldehyd, Benzol und Kohlendioxid. Auch Schadstoffe, die von Möbeln, Textilien oder Zigarettenrauch ausgehen, können abgebaut werden. Für Allergiker interessant: auch potenzielle Allergene wie Hausstaubmilbenkot, Tierhaare und Endotoxine von Schimmelpilzen werden von Zimmerpflanzen abgebaut. Bestimmte Pflanzen filtern innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Prozent der Schadstoffe und Allergene aus der Luft. Spezielle Blattenzyme wandeln die aufgenommenen Giftstoffe in harmlose Substanzen um. Auch der Hausstaub wird aufgenommen und fliegt nicht mehr in der Raumluft umher.

Zimmerpflanzen für Allergiker

Für beheizte Wohnräume sind besonders Papyrus, Philodendron, Farne und Fensterblatt geeignet. Sie geben bis zu 97 Prozent des Gießwassers als Wasserdampf an die Raumluft ab und erhöhen so die Luftfeuchtigkeit. Ebenfalls geeignet sind Strahlenaralie, Efeu, Grünlilie sowie die Bergpalme.

Nicht geeignete Zimmerpflanzen für Allergiker

Einige Pflanzen sind für Allergiker jedoch nicht geeignet. Pollenallergiker sollten etwa auf blühende Pflanzen verzichten, blühende Zimmerpflanzen sind auch für Duftstoffallergiker ungeeignet. Denn auch Duftstoffe können allergisierend wirken. Besonders gefährlich sind Frühjahrsblüher wie Hyazinthen. Ebenfalls stark allergen sind:

  • Tulpen
  • Becherprimel (Primula obconica)
  • Inkalilie (Alstroemeria)
  • Crysanthemen
  • Birkenfeige (Ficus benjamina), Gummibaum; beide enthalten einen weißen Pflanzensaft, der über die Blätter an die Luft abgegeben wird.

Darauf sollten Allergiker achten

Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte nie über 60 Prozent liegen, mit einem Hygrometer sollte regelmäßig gemessen werden. Ist die Raumfeuchtigkeit zu hoch, erhöht sich die Gefahr, dass sich Schimmel in den Wänden bildet. Auch der Schimmel in der Topferde ist eine Allergiegefahr. Allergiker sollten deshalb eine Schicht Sand auf die Erde geben oder auf Hydrokultur umsteigen. Empfindliche Menschen sollten sich bei der Auswahl sowie der Menge der Zimmerpflanzen von der Umweltberatung und ihrem Allergologen beraten lassen. Kommen Zimmerpflanzen als Allergenfilter nicht infrage, sorgen HEPA-Luftfilter für eine Reinigung der Luft.


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Meinungen

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