
Seit März vermehren sich Zecken wieder in Deutschland. Die Parasiten aus der Klasse der Spinnentiere leben besonders gerne in feucht-warmem Klima. In dieser Woche wird eine erhöhte Aktivität der Blutsauger aufgrund der Gewitter-Hitze-Kombination vorhergesagt.
Zecken sind Blutsauger. Um an die Nahrung – das Blut – heranzukommen, ritzen sie die Haut ihres Wirtes an. Anschließend wird der Stachel in der Wunde verankert, der Saugrüssel saugt das Blut auf. Mit dem Stich können Zecken eine Vielzahl verschiedener Krankheiten übertragen, so etwa die Viren, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen sowie Bakterien, die eine Borreliose auslösen. Auch allergische Reaktionen sind möglich.
Bevor die Zecke das Blut aufnimmt, spritzt sie mit dem Stechrüssel ein Drüsensekret in die angeritzte Haut. In diesem Sekret ist sowohl ein Entzündungshemmer als auch ein leichtes Betäubungsmittel enthalten. Für das menschliche Immunsystem und tierische Opfer ist dieses Sekret ein Fremdkörper. Reagiert das Immunsystem über, sind allergische Reaktionen möglich. Es treten im Rahmen einer sogenannten Epizoonose verschiedene Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötungen und Schwellungen auf. Auch anaphylaktische Reaktionen können in seltenen Fällen auftreten. Der ebenfalls im Sekret enthaltene Gerinnungshemmer kann sogar zu schweren Lähmungen und zum Tod führen.
Zecken halten sich besonders gern an warmen, gut durchbluteten Körperstellen auf, das heißt, sie lassen sich in der Leistengegend, den Achseln, am Haaransatz sowie im Bauchnabel finden. Nach jedem Aufenthalt in Waldgebieten und in hohem Gras sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Zudem sollten Kleidung und Unterwäsche ausgeschüttelt werden. Je schneller die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie mit einer Zeckenzange sofort herausgedreht werden. Danach sollte die Stelle desinfiziert werden. Treten allergische Reaktionen auf, sollte der Hautarzt beziehungsweise der Allergologe aufgesucht werden.
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