
Wer raucht, begeht Selbstmord auf Raten. Anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertags 2011 warnen Experten erneut vor den vielen Gefahren der Glimmstängel. Für Allergiker sind Zigaretten besonders gefährlich. Sie können zu weiteren allergischen Reaktionen führen und schwere asthmatische Anfälle verursachen.
Für einen angenehmeren Duft des Zigarettenrauchs sorgen Perubalsam und andere Aromen. Jedoch ist Perubalsam hoch allergen. Es führt zu Hautreaktionen wie Bläschen und Pusteln bis hin zu schweren Ekzemen. Professor Dr. Thomas Fuchs von der Universitäts-Hautklinik Göttingen sowie Präsident des Ärzteverbands Deutscher Allergologen untersuchte die Inhaltsstoffe des Perubalsams. Von den 190 bislang identifizierten Substanzen sind 30 allergieauslösend. Er erklärt: "Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass Rauchen als Ursache von allergischen Reaktionen in der Vergangenheit möglicherweise zu wenig beachtet wurde."
Auch für Asthmatiker stellen Zigaretten eine große Gefahr dar. Wer aufhört, kann nicht nur seine Beschwerden lindern, sondern auch die Medikamentendosis auf Dauer reduzieren. Mediziner aus Glasgow haben herausgefunden, dass sich die Lungenfunktion bereits nach sechs Monaten um 15 Prozent verbessert hat. Entzündungen der Atemwege könnten mit einem Rauchstopp viel besser gelindert werden als durch die Einnahme entzündungshemmender Medikamente.
Doch mit dem Rauchen aufzuhören ist oft schwierig und erfordert viel Durchhaltevermögen. Zum Weltnichtrauchertag 2011 gibt es eine Reihe hilfereicher Aktionen, die Raucher helfen, Zigaretten zu entsagen.
"Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache in Deutschland: Jeden Tag sterben mehr als 300 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums", mahnt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Doch bei vielen Raucherinnen und Rauchern ist der Wunsch nach einem Rauchstopp groß: Jeder Dritte möchte lieber heute als morgen rauchfrei werden. Mit unserer neuen Initiative wollen wir sie dabei unterstützen und ihre Chance auf einen erfolgreichen Rauchstopp erhöhen."
Im Mittelpunkt der Initiative „Wir sind rauchfrei“ steht das Portal www.rauchfrei-info.de, das Rauchern beim Rauchstopp helfen soll. Neben kostenlosen Online-Ausstiegsprogrammen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weitere Hilfen an:
Quellen: BZgA, Wienerzeitung, Ärzteverband Deutscher Allergologen, dein nichtraucher-guide.de
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