Therapie gegen die Sperma-Allergie gefunden

Die Sperma-Allergie beim Mann ist sehr selten und daher kaum erforscht. Kein Wunder also, dass bislang keine Behandlung möglich war. Niederländischen Wissenschaftlern ist es nun aber gelungen, zwei betroffene Männer mit Erfolg zu immunisieren. Sie sind heute fast ohne Beschwerden.

Die Sperma-Allergie ist in der Fachwelt als „Post Orgasmic Illness Syndrome“ (POIS) bekannt. Jedoch kennen selbst Fachleute die Krankheit oft nicht. Seit der Entdeckung der Sperma-Allergie im Jahr 2002 gab es keine Fortschritte in Richtung einer möglichen Heilung.

Dabei sind die Allergie-Symptome höchst unterschiedlich. Schwere Sperma-Allergikern leiden mehrere Tage unter den Symptomen. Die ersten Anzeichen zeigen sich kurz nach dem Samenerguss. Es kommt zu grippeähnlichen Symptomen, unter anderem leidet der Mann unter starker Erschöpfung, Augenentzündungen, geschwollenen Augen und Entzündungen der Nasenschleimhaut. Sogar depressive Episoden sind bei der Sperma-Allergie möglich.

Die Erfolge der Wissenschaftler sind im Fachblatt „The Journal of Sexual Medicine“ veröffentlicht. In ihrem Versuchsaufbau hatten die Wissenschaftler den beiden betroffenen Männern Dosen mit Antikörpern des eigenen Ejakulats unter die Haut gespritzt. Die Konzentration wurde dabei stetig gesteigert. Im Verlauf der Studie konnte eine deutliche Minderung der Allergie-Symptome erreicht werden. Bei einem der beiden Männer fand sogar eine Minderung der Beschwerden um 90 Prozent statt. Das Verfahren der Immunisierung oder Hyposensibilisierung ist bei anderen Allergieformen bereits Standard.

Quelle: Heilpraxisnet

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