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Sorbit-Unverträglichkeit: Vorsicht bei zuckerfreien Produkten

Sorbit findet man nicht nur in vielen heimischen Früchten, sondern auch als künstlich hergestellten Zuckeraustauschstoff in vielen Lebensmitteln. Besonders oft wird der Zusatzstoff Diabetiker-Produkten und zuckerfreien Kaugummis zugesetzt. Doch nicht alle Menschen vertragen Sorbit.

Sorbit wirkt in hohen Mengen abführend und führt dann zu Magen-Darm-Krämpfen, Blähungen und Durchfällen.

Sorbit schmeckt süß, ist aber kein Zucker, sondern ein natürliches Abbauprodukt von Trauben- und Fruchtzucker. Daher findet man den Stoff etwa in Kern- und Steinobst, besonders groß ist die Menge in frischen Pflaumen und Birnen. Noch konzentrierter sogar in Trockenfrüchten, vor allem in Backpflaumen, Aprikosen und Rosinen. Etwas geringer ist die Menge in Äpfeln und Weintrauben. Auch in Lebensmitteln mit Obst - beispielweise in Marmelade, Müsli und Saft - findet sich Sorbit.

Sorbit wird auch künstlich hergestellt und als Zuckeraustauschstoff verwendet. Als Zusatzstoff E 420 kommt er in den unterschiedlichsten Lebensmitteln vor, da er ohne Beschränkung der Menge in der EU eingesetzt werden darf. Besonders in Diabetiker-Produkten findet man sehr oft Sorbit. Vorteil: Für den Abbau der Kekse, Marmelade oder des süßen Aufstrichs wird kein Insulin benötigt, zudem hat Sorbit nur halb so viele Kalorien wie Zucker. Es verursacht außerdem keine zahnschädigende Karies.

Der Großteil der Menschen verträgt eine tägliche Sorbit-Menge zwischen 15 und 25 Gramm. Liegt jedoch eine Sorbit-Unverträglichkeit vor, sinkt diese Menge erheblich. Es kommt zu Beschwerden wie Blähungen und Durchfall.

Wird zu viel Sorbit aufgenommen, genügen die Enzyme nicht aus, die für den Transport ins Blut verantwortlich sind. Die Folge: Das Sorbit wandert in den Dickdarm, wo es bakteriell zersetzt wird. Menschen mit einer Sorbit-Intoleranz haben entweder zu wenige dieser Enzyme oder es können keine gebildet werden.

Ein Atemtest gibt Aufschluss über eine mögliche Unverträglichkeit. Hierbei muss eine Lösung mit Sorbit getrunken werden. Anschließend erfolgen regelmäßige Messungen des Atems - der Patient muss in ein Messgerät ausatmen, um festzustellen, ob sich im Dickdarm Gase gebildet haben.

Quelle: hr-online.de

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