Pflanzenextrakte als alternative Heuschnupfen-Therapie

Die gelb leuchtenden Pollen schwirren derzeit zu Millionen durch die warme Frühlingsluft. Autos, Blumenkästen und Kleidung zeigen die typischen Spuren. Pollenallergiker kämpfen mit laufender Nase, brennenden Augen und Niesattacken. Bislang halfen nur Antihistaminika gegen die lästigen Allergiebeschwerden. Forscher des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München konnten nun in einer Studie zeigen, dass auch Pflanzenextrakte helfen.

Allergische Symptome können mit dem Pflanzenextrakt besser gelindert werden als mit den bislang üblichen Medikamenten – den sogenannten Histamin-Rezeptor-Antagonisten. Ihre Forschungsergebnisse stellen die Wissenschaftler in dem Fachblatt „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ vor.

Adam Chaker und Carsten Schmidt-Weber konnten in einer randomisierten Doppelblindstudie nachweisen, dass der Pflanzenextrakt Ze 339 (Petasol butenoate complex) bei zugeschwollener Nasenschleimhaut schneller und besser wirkt als etwa Nasentropfen.

Auch scheint Ze 339 eine vorbeugende Wirkung zu haben: "Die Daten suggerieren auch einen präventiven Effekt, der weiter untersucht werden muss", so Schmidt-Weber, Leiter des Münchner Zentrums Allergie & Umwelt (ZAUM).

Für alle Pollenallergiker sind die neuen Forschungsergebnisse ein Hoffnungsschimmer und kann zur erheblichen Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Bisher ist der Pflanzenextrakt nur in der Schweiz und in Südkorea zugelassen. Um auf dem deutschen Markt eine Zulassung zu bekommen, müssen zunächst weitere Studien durchgeführt werden.

Quelle: Der Standard

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