Nickelallergie: Hilfe durch Nanopartikel?

In Kosmetikartikeln gehören Nanopartikel schon längst zum Standard. Auch in der Allergiebehandlung könnten sie Allergikern bald das Leben erleichtern. Dies soll mit einer Creme aus Nanopartikelchen gelingen.

Die winzigen Teilchen aus Kalziumverbindungen sollen das Metall binden, welches bei Nickelallergikern zu Hautausschlägen und Ekzemen führt. So wird der Kontakt und das Eindringen von Nickel in die Haut verhindert, es kommt zu keiner allergischen Rektion mehr.

Die Gruppe um den Forschungsleiter Jeffrey Karp vom „Center for Regenerative Therapeutics“ am Brigham and Women´s Hospital in Boston berichtet von ersten Ergebnissen im Fachblatt „Nature Nanotechnology“.

Die US-amerikanischen Wissenschaftler hatten Versuche mit der Haut von Schweinen sowie mit lebenden Mäusen durchgeführt. Sie konnten bereits zeigen, dass mit einer Creme, die Nanopartikel enthält, allergische Reaktionen auf Nickel verhindern werden können.

Jeffrey Karp und seine Forschungskollegen hoffen, dass die Nanopartikel eines Tages so einfach anzuwenden ist, wie eine klassische Bodylotion. Da die Nanopartikel zu groß sind, um die Hautbarriere zu durchdringen, kann die schützende Creme am Abend einfach mit Wasser wieder abgewaschen werden.

Hintergrund: Die Nickelallergie gehört zu den häufigsten Kontaktallergien. Frauen sind dabei häufiger betroffen. Betroffene sind in ihrer Berufswahl stark eingeschränkt, denn alle nickelhaltigen Gegenstände müssen gemieden werden.

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