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So schön sie oft auch sind, künstliche Nägel sind ebenfalls eine potenzielle Gesundheitsgefahr. Nicht nur droht eine Acrylat-Allergie, auch der Nagellack kann allergische Reaktionen hervorrufen. Sind die Nägel mangelhaft befestigt, kann sich ein Nagelpilz entwickeln.
Dämpfe, die beim Befestigen der künstlichen Fingernägel entstehen, können eine Kontaktallergie verursachen. Besonders bei lichthärtenden Nägeln, acrylhaltigen Klebern und Nagelhärtern werden acrylhaltige Dämpfe freigesetzt. Charakteristisch für eine Acrylat-Allergie sind Ekzeme an den Händen, am Hals und im Gesicht. Vor allem Kosmetiker und Nagelstylisten sind gefährdet, eine berufsbedingte Kontaktallergie zu entwickeln. Forscher der Universität Aachen haben besonders folgende Allergene herausgefiltert: 2-Hydroxyethyl-methacrylat (2-HEMA), 2-Hydroxypropyl-methacrylat (2-HPMA) und Ethylenglykol-dimethacrylat, Ethyl-cyanoacrylat (ECA), letztere Substanz ist Bestandteil von Nagelklebern.
Auch der bunte Nagellack kann eine kontaktallergische Reaktion auslösen. Ein Blick auf die Flasche enthüllt das Allergen "Tosylamide/Formaldehyd Resin", ein Kunstharz führt zu Ekzemen. Diese zeigen sich besonders oft im Gesicht, da dieses viele Male im Lauf des Tages mit den Fingern berührt wird.
Darüber hinaus fördern künstliche Fingernägel die Entstehung von Nagelpilz. Der künstliche Nagel ist fest mit dem eigenen verbunden, der Luftaustausch wird gehemmt. Besonders wer für Pilzinfektionen der Nägel anfällig ist, sollte die Finger von künstlichen Nägeln lassen. Auch wer in Berufen arbeitet, in denen die Händehygiene wichtig ist, sollte überleben, ob diese kosmetische Veränderung wirklich notwenig ist.

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