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Julie McCabe, eine 38-jährige Mutter aus England erlitt eine schwere allergische Reaktion auf ein Färbemittel. Drei Wochen nachdem sie sich die Haare färben wollte, liegt sie noch immer im Koma. Ihre Familie erwägt rechtliche Konsequenzen gegen den Hersteller des Mittels.
McCabe färbte ihre Haare regelmäßig und erlitt nie eine Reaktion. An dem Tag wollte sie ihren braunen Haaren einen rötlichen Schimmer verleihen. 20 Minuten, nachdem sie die Farbe aufgetragen hatte, bekam sie keine Luft mehr.
Die Ärzte haben ihren Mann vorgewarnt, dass sie schwere Hirnschäden zurückbehalten könnte, wenn sie aus dem Koma erwacht. Mittlerweile wurden ihre Haare abrasiert, damit die schädlichen Substanzen nicht weiter in ihren Organismus eindringen können.
Mit dem schweren Schock wird PPD (Para- Phenylendiamine) in Verbindung gebracht, das sich in 99 aller Haarfärbeprodukte auf dem englischen Markt befindet.
Obwohl sich McCabe bereits oft die Haare gefärbt hatte, trat bisher nie eine allergische Reaktion auf. Schon andere Frauen starben in Großbritannien, weil sie ihre Haarfarbe ändern wollte. Wie die 17-jährige Tabatha McCourt, die im Oktober starb. Noch immer finden Untersuchungen statt, um die genaue Todesursache herauszufinden.
PPD ist in vielen Ländern verboten, darunter Deutschland, Frankreich und Schweden. Eine US-amerikanische Studie hat die Substanz mit einem erhöhten Risiko für Blasenkrebs in Verbindung gebracht. In Großbritannien darf ein Haarfärbemittel bis zu 6 Prozent der gesundheitsschädlichen Substanz enthalten.
PPD wird in dauerhaften Colorationen angewandt, da es sich fest an das Haar haftet und nicht herauswäscht.
Eine Allergie auf PPD ist selten und betrifft nur einen von 250.000 Menschen. Häufig ist die einzige Konsequenz ein milder Hautausschlag. Aber allergische Reaktionen können auch schwer ausfallen, ernsthafte Hautreizungen bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Doch nicht nur PPD kann zu allergischen Reaktionen führen. Auch andere Inhaltsstoffe in Heimanwendungen können zu schweren Hautreaktionen führen. Dabei muss die allergische Reaktion nicht bei der ersten Anwendung auftreten. Auch Jahre später kann sich eine Reaktion zeigen.
Es wird empfohlen, vor jeder Anwendung einen "Patch Test" durchzuführen, bei dem eine kleine Menge des Haarfärbemittels auf die Haut aufgetragen wird. Ist nach 48 Stunden keine Reizung der Haut zu sehen, kann das Produkt zum Einsatz kommen.
Quelle: dailymail online

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