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Wissenschaftler der Universitätsmedizin Berlin sowie der Johannes Gutenberg Universität in Mainz haben körpereigenen Mechanismus gefunden, der die Entstehung einer Allergie verhindern kann. Bestimmte Zellen im Immunsystem sind in der Lage, Allergiezellen auszuschalten. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift " Journal of Clinical Investigation" veröffentlicht.
Allergene sind Substanzen, die vom Immunsystem als fremd erkannt werden und zu einer überschießenden Reaktion führen. Es ist bekannt, dass bei wiederholtem Kontakt mit niedrigen Dosen eine Immunität gegen das Allergen erreicht werden kann. Diesen Vorgang nennt man "Niedrigzonen-Toleranz". Welche Mechanismen zu dieser Immunität führen, sind noch unbekannt.
Die neue Studie konnte anhand eines Mausmodells wichtige Mechanismen auf Zellebene entschlüsseln. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit der Mainzer Arbeitsgruppe um Prof. Kerstin Steinbrink sowie einem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Marcus Maurer aus dem Allergie-Centrum der Charité.
Die Gesundheitspolizei, sogenannte killerdendritische Zellen, schütten bei Kontakt mit einem Allergen einen Signalstoff aus. Dieser führt in den Zellen, welche für die allergische Reaktion verantwortlich sind, zum Zelltod. Die Folge: Es kann keine allergische Reaktion entstehen.
Die Fähigkeit zur "Niedrigzonen-Toleranz" ist individuell sehr unterschiedlich und wahrscheinlich auch der Grund, warum einige Menschen auf bestimmte Allergene reagieren und andere nicht.
„Die Ergebnisse der Studie sind im Prinzip für jeden relevant“, sagt Prof. Maurer. „Ganz besonders Menschen, die vermehrt Kontakt mit allergenen Substanzen haben, laufen Gefahr, eines Tages eine Allergie auszubilden.“ So entwickeln Angestellte in bestimmten Berufen viel häufiger eine Allergie, weil sie starken Allergenen ausgesetzt sind.
Prof. Maurer geht davon aus, dass die Ergebnisse in der Zukunft genutzt werden können, um die Entstehung von Allergien zu verhindern.
Quelle: Pressemeldung Charité Berlin

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