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Tiere zu Weihachten verschenken: Nicht nur Allergie spricht dagegen

Kurz vor dem Heiligen Abend warnt Tierschutzministerin Dr. Juliane Rumpf davor, zu Weihnachten leichtfertig Haustiere zu verschenken. "Ein Haustier bedeutet ein großes Maß an Verantwortung, daher sollte keinesfalls spontan ohne reifliche Überlegung ein Tier als Weihnachtsgeschenk gekauft werden", so Rumpf.

Die Freude zu dem Tier mag zwar groß sein, aber sie verfliegt im Alltag mit dem Tier schnell, besonders dann, wenn sich der Hund oder das Kaninchen als "Problemfälle" herausstellen. "Haustiere sind keine Spielzeuge", betont Rumpf.

Die Haltung von Katzen, Hunden, Meerschweinchen und Co. bedeutet eine lange Verantwortung und ist zudem mit teils hohen Kosten und regelmäßigen Pflichten verbunden. Die Endstation für ungeliebte Tiere ist nach Weihnachten oft das Tierheim. Oder die Tiere werden ausgesetzt.

Die Ministerin empfiehlt vor dem Kauf eine umfangreiche Checkliste aufzustellen:

  • Können Sie die Anforderungen des Haustiers in Sachen Platz und Unterbringung (Terrarium, Auslauf) erfüllen?
  • Können Sie eine artgerechte Ernährung, Haltung und Pflege sicherstellen? 
  • Wer kümmert sich um die Tiere bei Krankheit des Besitzers oder im Urlaub?
  • Welche laufenden Kosten entstehen, sind Sie bereit diese zu tragen (Tiernahrung, Tierarzt, Steuern, Versicherungen)?
  • Hat der zukünftige Besitzer alle Fähigkeiten, um angemessen mit dem Tier umzugehen? (Verantwortungsbewusstsein)
  • Besteht eine Allergie gegen Tierhaare? Welche anderen Krankheiten können über das Tier übertragen werden? 
  • Ist das Tier vielleicht eine Gefahr für kleine Kinder oder andere Bewohner des Haushalts?
  • Ist der Vermieter oder die Wohnungsgenossenschaft mit der Tierhaltung einverstanden?
  • Eignet sich die ausgewählte Tierart auch für Kinder?
  • Sind Sie bereit, Lärm zu akzeptieren und Schmutz zu beseitigen, der durch das Haustier entsteht?

Nur wenn Sie alle Fragen guten Gewissens im Sinne des Tiers und der Halter beantworten können, sollten Sie sich ein Tier kaufen. "Hierbei sollten keine Zugeständnisse gemacht werden, die dann zu Lasten der Tiere gehen", so Juliane Rumpf.

Wünschen Sie Ihre Kinder ein Haustier, müssen Sie dies nicht zu Weihnachten verschenken. Verschenken Sie stattdessen eine Patenschaft für ein Zoo- oder Tierheimtier. Auf diese Weise lernt Ihr Kind langsam dem Umgang mit einem Tier.

Quelle: Pressetext Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume SH


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