Internationaler Kindertag 2011: Das allergiekranke Kind im Kindergarten

Immer mehr Kinder leiden unter einer Allergie. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 20-25 Prozent aller Kinder eine Allergie haben. Zu den häufigsten Allergien bei Kindern gehören der Heuschnupfen, die Tierhaarallergie, die Überempfindlichkeit auf Insektengifte sowie die Lebensmittelallergie. In den ersten Lebensjahren dominieren Hauterkrankungen wie Neurodermitis, später kann sich zusätzlich ein allergisches Asthma Bronchiale entwickeln.

Schon im Alter von zwei können die Kinder für ein paar Stunden in den Kindergarten. Doch hier stürmen nicht nur zahlreiche neue Eindrücke auf das Kind ein, es kommen auch neue Allergene hinzu.

Viele Eltern sind unsicher, ob die Erzieher individuell auf die Bedürfnisse eines Allergiker-Kindes eingehen können. Besonders Nahrungsmittelallergien stellen für kleine Allergiker eine große Gefahr dar und dürfen nicht übergangen werden.

Damit der Kindergarten-Besuch für Eltern und Kind eine stressfreie, gesunde Erfahrung wird, müssen Erzieher und Eltern eng zusammenarbeiten. Auf Elternabenden, in Einzelgesprächen und vor Ort sollte die Allergie thematisiert werden. 

  • Deponieren Sie das Notfallset im Kindergarten, der Umgang besonders des Injektors sollte vorher mit dem Kind sowie den Erziehern geübt werden
  • Erklären Sie den Erziehern, warum es so wichtig ist, dass sich alle Kinder vor und nach den Mahlzeiten die Hände waschen (Verunreinigungen des Spielzeugs mit Nahrungsmittelallergenen werden vermieden)
  • Erstellen Sie ein Infoblatt über die Art der Allergie, notwendige Einschränkungen, Name des Arztes, Rufnummer der Eltern etc.

Ein Infoblatt für Erzieher könnte etwa so aussehen (Quelle hautsache.de)

  • Hinterlassen Sie eine Einverständniserklärung im Kindergarten, sodass im Bedarfsfall Medikamente gegeben werden können
  • Initiieren Sie einen Elternabend, bei dem Sie etwa auf Besonderheiten der Allergie hinweisen können
  • Für spontane Feiern sollten diätgerechte Lieblingssnacks im Kindergarten deponiert werden, sodass das Kind nicht verzichten muss
  • Geben Sie Ihrem Kind ein allergenfreies Frühstück mit, außerdem sollte Ihr Kind ein eigenes Platzdeckchen haben
  • Erklären Sie Ihrem Kind die Lebensmittelallergie, und dass es sein Essen nicht mit dem Nachbarn tauschen darf
  • Für Neurodermitiker sollten Coolpacks oder Kratzbälle bereitliegen 
  • Organisieren Sie einen Kuchenbasar, mit dessen Erlösen neue allergikergerechte Spielzeuge, Teppiche, Putzmittel und Mobiliar angeschafft werden können

Quellen: Aid.de, hautsache.de

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Meinungen

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