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Noch ist die spezifische Immuntherapie gegen Lebensmittelallergien utopisch. Einer internationalen Forschergruppe, in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut sowie Forschern aus Salzburg, Wien und Tarragona ist es gelungen, einen möglichen Impfstoffkandidaten für die Pfirsichallergie zu entwickeln.
Die Kollegen um Dr. Masako Toda und Prof. Stefan Vieths konnten eine hypoallergene Variante des Hauptallergens aus dem Pfirsich herstellen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Fachblatt "Journal of Allergy and Clinical Immunology".
Das Besondere an der hypoallergenen Variante ist nicht nur die geringe Allergenität, sondern auch die hohe zelluläre Immunogenität - die Fähigkeit, eine Immunität zu bewirken - diese ist Voraussetzung für den Einsatz als möglichen Impfstoff.
Bislang ist Allergenkarenz, also die Meidung des allergieauslösenden Lebensmittels, die einzige "Therapie" bei einer Lebensmittelallergie. Eine Immuntherapie mit Proteinextrakten, wie sie etwa bei Pollenallergien üblich ist, wird bei Lebensmittelallergien nicht angewendet. Das Risiko schwerer allergischer Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock wäre viel zu hoch.
Hypoallergene Varianten eines Allergens zu entwickeln, ist eine Strategie, dieses Risiko zu verringern. Das Team um Dr. Toda und Prof. Vieths forschten am Hauptallergen des Pfirsichs: Pru p 3. Es gehört zur Familie der nichtspezifischen Lipidtransfer-Proteine (nsLTPs). NsLTPs sind kreuzreaktive Allergene und kommen neben dem Pfirsich auch in Kirschen, Äpfeln und Baumnüssen vor. Sie lösen im Verdauungstrakt der Betroffenen schwere allergische Reaktionen aus. Ihr Einsatz als Impfstoff war bislang jedoch noch nicht untersucht worden.
Mit den Forschungsergebnissen sollen neue Allergie-Therapeutika hinsichtlich ihrer Wirkung und Sicherheit beurteilt werden.
Quelle: Pressemitteilung des Paul-Ehrlich-Instituts

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