Heuschnupfen: Sicher Autofahren

Pollenallergiker haben es derzeit nicht leicht. Sie werden von den typischen Beschwerden des Heuschnupfens geplagt: brennende Augen, eine juckende Nase und schließlich Niesanfälle.

Besonders beim Autofahren kann unbehandelter Heuschupfen lebensgefährlich werden. Wenn die Augen tränen und zudem geschwollen sind, kann das Auto nicht mehr sicher gesteuert werden. „Bei heftigen Niesanfällen ist es unter Umständen nur schwer möglich, einen Wagen zu kontrollieren und den Verkehr im Blick zu behalten“, sagt Anja Schwalfenberg, die Patientenberaterin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB).

Wer Auto fährt, sollte deshalb seine Beschwerden schnellstmöglich und individuell behandeln lassen. Zudem sind für Heuschupfen-Patienten Innenraumfilter Pflicht.

Viele Betroffenen fahren mit geschlossenen Fenstern, damit die Pollen draußen bleiben. Doch damit der Pollenfilter in der Lüftung voll wirksam sein kann, muss er regelmäßig gereinigt und ausgetauscht werden. Sammeln sich zuviele Pollen auf dem Filter, zerfallen sie und sorgen erneut für Beschwerden. Einmal im Jahr sollte der Filter in einer Fachwerkstatt ausgewechselt werden. Dabei sollten gleichzeitig die Filterumgebung, Kanäle und der Verdampfer einer Kontrolle unterzogen werden.

Auch die regelmäßige Reinigung des Autoinnenraums hilft, die Pollenbelastung zu reduzieren. Die Sitze und Fußmatten sollten abgesaugt, alle glatten Oberflächen zusätzlich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Bei jeder Fahrt in den Urlaub oder ins verlängerte Wochenende sollte außerdem die Pollenflugvorhersage beobachtet werden. Im Radio, Fernsehen, beim Deutschen Wetterdienst oder direkt hier auf myAllergo lässt sich die Pollenbelastung für den eigenen Wohnort ablesen. Ist eine hohe Pollenbelastung vorhergesagt, sollten die Reisepläne nochmal überdacht werden.

Auch bei der Wahl der Anti-Allergiemittel sollte darauf geachtet werden, dass sie die Fahrtauglichkeit nicht einschränken. Viele Heuschnupfenmedikamente machen müde und sollten nicht vor dem Autofahren eingenommen werden. Fragen Sie beim Arzt oder Apotheker nach, ob die Arzneimittel für Sie geeignet sind und welche Nebenwirkungen auftreten können. Langfristig sollten alle Pollenallergiker über eine Immuntherapie nachdenken; diese bekommt nicht nur die Beschwerden in den Griff, sondern senkt auch das Risiko, dass sich Asthma entwickelt.

Quelle: DAAB

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