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Statt Winterzauber fliegen jetzt bereits die Pollen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor den beiden Frühblühern Haselnuss und Erle. Typische Beschwerden sind starker Niesreiz, tränende Augen und Müdigkeit. Da jetzt auch die Erkältungssaison voll im Gange ist, sollten Betroffene einen Allergologen aufsuchen. Auch wenn die Beschwerden länger als eine Woche andauern, könnte eine Pollenallergie dahinterstecken.
Verantwortlich für die Beschwerden sind die männlichen Blütenstände - die Kätzchen - an Haselnussstrauch und Erle. In einem dieser Kätzchen verstecken sich bis zu zwei Millionen Pollen und damit potenzielle Allergieauslöser.
Normalerweise beginnen Hasel und Erle erst Mitte Februar, Anfang März zu blühen, doch aufgrund des milden Winters hat die Pollensaison bereits im Dezember begonnen. Etwa 20 bis 30 Prozent aller Heuschnupfen-Patienten reagieren auf Frühblüher.
Zwar helfen auch Antihistaminika gegen die Beschwerden, Experten empfehlen jedoch eine Immuntherapie zu beginnen, denn nur diese setzt auch bei der Ursache an - dem Immunsystem. Indem das Allergen in steigender Menge injiziert wird, gewöhnt sich das Immunsystem an das Allergen. In 80 Prozent aller Fälle ist so eine Therapie mit Erfolg gekrönt. Jedoch nur, wenn sie durchgehalten wird, manchmal sogar bis zu fünf Jahren lang. Eine Kurzzeit-Imuntherapie kann schon nach fünf Wochen die Beschwerden lindern.
Doch nicht nur die Pollen selbst verursachen Beschwerden. Im Rahmen einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie führen auch bestimmte Lebensmittel zu allergischen Reaktionen. Grund sind die strukturellen Ähnlichkeiten der Allergene. Hasel- und Erlenpollenallergiker sollten sich vor Kern- und Steinobst, Nüssen, Kräutern und Gewürzen in acht nehmen. Auch Birkenpollenallergiker können jetzt schon Beschwerden haben, da sich Hasel-, Erlen- und Birkenpollen sehr ähnlich sind.

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