Heuschnupfen: Längere Pollensaison durch Klimawandel

Das Unwort des neuen Jahrtausends lautet Klimawandel. Dabei sind die Folgen der weltweiten Erwärmung dramatisch: Abschmelzen der Gletscher, Flutkatastrophen sowie der stetige Anstieg des Meeresspiegels. Pollenallergiker betrifft der Klimawandel sogar ganz direkt. Die Pollen fliegen früher und deutlich länger als noch vor einem Vierteljahrhundert.

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben nun die Messergebnisse seit 1984 ausgewertet. Demnach führt die Klimaerwärmung zu immer längeren Pollenflugzeiten. Das Institut betreibt zusammen mit dem Wetterdienst Meteo Group den Polleninformationsdienst und wertet zu diesem Zweck regelmäßig Pollenfallen aus.

Den Ergebnissen zufolge hat sich die Blühzeit der Birke seit 1984 von anfangs 28 Tage auf heute 36 Tage verlängert. Zudem beginnt der Pollenflug elf Tage früher als 1984.

„Bei der Birke beginnt die Blüte aufgrund der in den vergangenen 25 Jahren gestiegenen Temperaturen im Februar und März im Mittel zehn Tage früher, und sie blüht auch insgesamt acht Tage länger“, berichtete Sandra Kannabei vom Institut für Meteorologie.

Hinzu kommen ständig neue Allergiepflanzen, die durch den Wind nach Deutschland getragen werden. Durch die Ansiedlung der Ambrosia etwa verlängert sich die Heuschnupfen-Saison. Sie endete früher mit dem September, die wärmeliebende Ambrosia wächst jedoch bis in den Oktober hinein.

Auch frühere Studien bringen den Klimawandel, ausgelöst durch Umweltverschmutzung, mit einem generellen Anstieg von Krankheiten in Verbindung. Laut US-amerikanischen Forschern der Cornell Universität in New York ist etwa ein Viertel aller neuen Erkrankungen auf die Umweltverschmutzung zurückzuführen. Experten sind sich sicher, dass durch die Folgen des Klimawandels immense Kosten auf das Gesundheitssystem zukommen werden.

Quelle: welt.de

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