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Grippeimpfung für Allergiker: Neuer Wirkstoff ohne Hühnereiweiß

Die Grippeimpfung stellt eine wichtige Gesundheitsvorsorge dar. Besonders Allergiker mit einer Hühnereiweißallergie oder einer Allergie gegen Antibiotika mussten auf diese bisher verzichten, da beide Substanzen in herkömmlichen Impfstoffen enthalten sind. In der Saison 2011/2012 steht ein neuer Impfstoff gegen die Grippe zur Verfügung - er ist frei von Latex, Hühnereiweiß, Antibiotika, Konservierungsstoffen und Wirkverstärkern.

Die neue Herstellungsmethode basiert auf Zellkulturen. Sie dient als Grundlage für die Vermehrung der Viren, gegen die der spätere Impfstoff schützen soll. Die Zellen werden in Behältern mit Nährlösung kultiviert. In dieser wachsen die Grippeviren unter kontrollierten und standardisierten Bedingungen heran. Anschließend werden die natürlichen Viren inaktiviert, gereinigt und zu einem Grippeimpfstoff verarbeitet. Bei herkömmlichen Impfstoffen wachsen die Viren auf bebrüteten Hühnereiern.

Die neue Technologie hat sich bereits bei Impfstoffen gegen Tollwut, Kinderlähmung und Rotaviren bewährt. Die WHO forderte bereits 1995 eine Weiterentwicklung der Grippeimpfstoffe, der neue Impfstoff ist ein wichtiger Fortschritt.

Impfungen gegen die Grippe mit dem neuen Wirkstoff finden bei Ihrem Hausarzt statt. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, bei allen Impfungen entfällt die Praxisgebühr.

Die jährliche Grippeimpfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut für einige Personengruppen empfohlen:

  • Menschen ab 60
  • Schwangere
  • Kinder
  • Erwachsene mit chronischen Krankheiten, z.B. Diabetes, Rheuma, Erkrankungen der Atemwege oder Immundefekten
  • Personen mit erhöhter Ansteckungsgefahr, z. B. Pflege- oder Krankenhauspersonal

Bei diesen Menschen kann eine Grippeerkrankung schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Quelle: Pressemeldung Baxter Deutschland

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