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Elektrosmog in der Schwangerschaft soll Asthma fördern

Staubsauger, Mikrowellen und Co. produzieren elektromagnetische Felder, die Ursache von Elektrosmog. Sind Schwangere starkem Elektrosmog ausgesetzt, könnte das Asthma-Risiko für das Kind stiegen. Einen eindeutigen Beweis konnten die Forscher allerdings nicht liefern.

Elektrosmog steht schon seit Langem im Verdacht die verschiedensten Krankheiten auszulösen. Bislang gab es jedoch keinen Beweis, dass diese niederfrequenten Felder einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben. Eine Langzeitstudie aus den USA hat jetzt den Zusammenhang zwischen einer Schwangerschaft und elektromagnetischen Feldern untersucht. Die zentrale Fragestellung dabei war: Kann Elektrosmog dem ungeborenen Kind schaden?

Wissenschaftler des Kaiser Foundation Research Institute im kalifornischen Oakland begannen in den 90er Jahren zu ermitteln, in welchem Maß mehrere Hundert Schwangere niederfrequenten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt waren. Die Frauen trugen 24 Stunden lang ein Gerät, das magnetische Felder im Bereich zwischen 40 und 800 Hertz registrierte. Hochfrequente Felder von Mobiltelefonen oder W-LAN wurden von dem Gerät nicht erfasst.

In der Folgezeit registrierten die Forscher um De-Kun Li, wie viele Kinder vor ihrem 14. Geburtstag an Asthma erkrankten. Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Archives of Pediatrics Adolescent Medicine“ veröffentlicht. Demnach entwickelten jene Kinder häufiger Asthma, deren Mütter stark Elektrosmog ausgesetzt waren.

81 Frauen bilden die Gruppe, die am wenigsten magnetischen Feldern ausgesetzt war. Elf ihrer Kinder erkrankte an Asthma, das entspricht 14 Prozent. Die mittlere Gruppe (482 Frauen) war durchschnittlich 0,3-2 Milligauß ausgesetzt, 98 Kinder erkrankten an Asthma, das entspricht 20 Prozent. Die am stärksten belastete Gruppe (62 Frauen) war mehr als 2 Milligauß ausgesetzt, 21 Kinder entwickelten Asthma, das entspricht 33 Prozent.

Dieser Zusammenhang ist allerdings noch kein Beweis. Zudem rechneten die Forscher Risikofaktoren für Asthma heraus. So wurde etwa herausgerechnet, ob die Mutter selbst Asthma hatte, ob sie rauchte und welches Einkommen der Familie zur Verfügung stand. Unter Berücksichtigung aller Faktoren war das Asthma-Risiko der Kinder, deren Mütter dem Elektrosmog am stärksten ausgesetzt waren, dreieinhalb Mal höher als in der am wenigsten belasteten Gruppe.

„Auch wenn diese Ergebnisse durch weitere Studien bestätigt werden müssen, ist die Botschaft klar“, sagt De-Kun Li. „Elektromagnetische Felder sind nicht gut, und wir müssen darauf achten, welche gesundheitsschädlichen Effekte sie haben können.“ Er gibt einen praktischen Rat: „Die beste Möglichkeit, sich weniger magnetischen Feldern auszusetzen, ist Abstand zu halten.“ Denn die Feldstärke sinke mit zunehmender Entfernung sehr schnell.

Auf welche Weise magnetische Felder die Entstehung von Asthma fördern, ist noch unklar. SO könnte der Elektrosmog die Entwicklung der Schleimhäute und des Immunsystems stören.

Quelle: Spiegel Online

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