Allergien bei Kindern: Behandlungstrend Immuntherapie

Aktuelle Daten der Techniker Krankenkasse, beruhend auf der KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts sowie Informationen der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. zeigen, dass die Immuntherapie immer stärker verschrieben wird.

Die Ausgaben für die Hyposensibilisierung sind um 45 Prozent gestiegen. Medikamente, die zur Immuntherapie nötig sind, wurden um drei Prozent mehr verschrieben. „Zum einen verschreiben die Ärzte häufiger die Hyposensibilisierung, zum anderen hat die Pharmaindustrie auch mit den Preisen angezogen“, erklärt Dr. Martina Köthemann, Apothekerin bei der Techniker Krankenkasse.

Vereinfachend kann die Immuntherapie als „Allergiespritze“ beschrieben werden. Über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren hinweg wird das entsprechende Allergen in ansteigenden Dosen gespritzt. Ziel ist es, das Immunsystem langsam an den „Fremdkörper“ zu gewöhnen. Für Eltern besonders interessant: Statt der Spritze kann das Allergen auch als Tablette oder Tropfen verabreicht werden. Die Eltern können die Medikamente mit nach Hause nehmen und die Kinder müssen keine Angst mehr vor dem Pieks haben.

„Die Hyposensibilisierung kann Symptome bei bestimmten Allergien stark verringern oder ganz beseitigen", so Apothekerin Köthemann. „Je nach Allergietyp gibt es aber Unterschiede in der Erfolgsrate. Eltern sollten mit einem speziell ausgebildeten Kinderarzt klären, ob eine Allergieimpfung für ihre Kinder infrage kommt oder ob es andere Alternativen gibt.“

Die Immuntherapie ist ab dem Alter von fünf Jahren möglich. Kinder mit Pollen-, Schimmelpilz- oder Insektengiftallergie profitieren besonders von der Behandlung.

Quelle: Techniker Krankenkasse

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