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Der Rauch und Feinstaub der Silvesterfeuerwerke kann für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD zum Gesundheitsrisiko werden. Darauf weisen kurz vor dem Jahreswechsel die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) hin. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS empfiehlt diesen Menschen daher, sich das funkelnde Silvesterfeuerwerk aus der Ferne anzuschauen.
"Um mit Silvesterraketen verschiedene Farbeffekte zu erzielen, werden dem Schwarzpulver unterschiedliche Metallverbindungen zugesetzt - zum Beispiel Blei oder Arsen für die Farbe Blau und Strontiumsalze für die Farbe Rot", so Morr.
"Nach größeren Feuerwerken kann die Luft deshalb Feinstaubpartikel mit bis zu dreißig giftigen Metallverbindungen enthalten." Die Teilchen könnten in die Lunge vordringen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen. "Das stellt für Lungenkranke eine echte Herausforderung mit gesundheitlicher Gefährdung dar." So könnten Asthmatiker aufgrund ihrer überempfindlichen Atemwege auf solche Reizstoffe mit einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall reagieren.
Besonders in Großstädten ist davon auszugehen, dass sich die Luft mit inhalativen Schadstoffen anreichert. „Um möglichst wenig Feinstaub aus abgeschossenen Feuerwerksraketen einzuatmen, sollten Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung darauf achten, dass sie sich nicht direkt in die Windrichtung des Rauches stellen“, rät Morr. Außerdem sollten Betroffene das Feuerwerk von einem Sicherheitsabstand aus oder noch besser vom geschlossenen Fenster aus zu beobachten.
Auch den Spaziergang im neuen Jahr sollte man verschieben, bis sich der Rausch gelegt hat und die Luft wieder sauber ist.
Morr erklärt, dass die Schadstoffbelastung noch einige Tage nach dem Feuerwerk vorhanden ist. Manche Metallteilchen verbinden sich mit den Straßenstaubteilchen und verbleiben dann länger an Ort und Stelle, dies ist besonders bei Windstille der Fall.
Quelle: Lungenärzte im Netz
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