myAllergo-Lexikon
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myAllergo-Lexikon

Das Allergie-Lexikon von A-Z:

Adhäsionsmolekül

Für die Zell-zu-Zell-Interaktion dienende Oberflächenstrukturen zur Verankerung der Zellen untereinander oder mit der Zellmatrix

Aeroallergene

Stoffe, die über die Luft verbreitet werden und sich entweder auf der Haut ablagern oder eingeatmet werden und so in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen. Typische Aeroallergene sind: Pollen, Hausstaub, Schimmelpilzsporen, Tierhaare

Allergie

Überschießende Reaktion des Organismus auf normalerweise vom Körper tolerierte Fremdkörper oder Substanzen. Es kann sich dabei um Blüten- und Gräserpollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben, Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln, Gewürze, Chemikalien oder Duft- und Kosmetikstoffe handeln.

Woher die grundsätzliche Bereitschaft rührt, eine Allergie zu entwickeln, ist nicht vollständig erforscht. Diskutiert werden u. a.:

Erbliche Einflüsse (Varianten sind mittlerweile in mehr als 50 verschiedenen Genen nachgewiesen (u. a. ADAM33, GPRA oder IL1RN, die alle eine Rolle bei der allergischen Entzündung spielen)

Unterforderung des Immunsystems in der frühen Kindheit mit viralen oder bakteriellen Erregern, z.B. durch übertriebene Hygiene (Flächendesinfektion)

Die bei vielen allergischen Reaktionen hauptsächlich auftretenden Immunglobuline vom Typ E (IgE) dienten ursprünglich der Abwehr von nun in den Industrienationen seltener gewordenen Infektionen mit Parasiten wie Bandwürmern.

Ungünstige Ernährung, in Diskussion sind bestimmte Fettsäuren, der hohe Histamingehalt in bestimmten Lebensmitteln, sowie Vitamin D, das immunsuppressiv wirkt

Durch Feinstaub und Hausstaub, der die Aggressivität der Pollen und die Aufnahmebereitschaft des Körpers für die Allergene erhöhtPsychosomatik, allerdings mehr als sekundäres Phänomen im

Sinn einer Konditionierung auf allergieauslösende ReizeZunahme des Pollenflugs, z.B. durch die Erderwärmung oder als Stressreaktion von Bäumen auf Schadstoffbelastung

Zunahme der Milbenexposition durch bessere Isolierung der HäuserFrühe Änderungen in der Darmflora, die durch Antibiotika und Probiotika beeinflusst werden kann Veränderung der Hautflora z.B. durch die Einführung von WindelnKälteresistente Bakterien in Nahrungsmittel z.B. durch die Einführung von Kühlschränken

Medikamente, z.B. Paracetamol

Zigarettenrauch - rauchende Eltern können die Wahrscheinlichkeit einer Allergie verachtfachen

So gut wie wiederlegt ist:

Reizung des Immunsystems durch Impfungen.

Da die Durchimpfung in den Neuen Bundesländern bis 1989 deutlich höher waren (nahe 100%), Allergien trotz höherer Umweltbelastung (z.B. durch Braunkohleverfeuerung) nahezu unbekannt waren, wird diese Erklärung als nicht sehr stichhaltig angesehen. Inzwischen widerlegen auch mehrere epidemiologische Studien einen Zusammenhang.

Wenn ein Allergen die erste Schranke (Haut oder Schleimhäute) überwunden hat und von dem Immunsystem als Fremdkörper erkannt wird, werden B-Lymphozyten zur Produktion des für das Allergen passenden Antikörpers (Immunglobulin vom Typ E) angeregt. Dies dauert ein bis zwei Tage. Diesen Vorgang nennt man die Sensibilisierungsphase, denn der Organismus ist bei einem weiteren Kontakt mit diesen Allergenen sofort in der Lage die entsprechenden Antikörper zu bilden. Die Antikörperproduktion beim ersten Kontakt mit einem Allergen löst noch keine Symptome aus.

Die gebildeten Antikörper setzen sich an der Oberfläche von Mastzellen fest und sind dadurch in der Lage bei erneutem Kontakt die Allergene an die Mastzelle zu binden

Als Folge der Bindung wird die Membran der Mastzellen durchlässig und die in ihnen gelagerten Bläschen schütten das Histamin aus, welches eine Entzündungs-Kaskade initiiert, die zu den bekannten Symptomen führt.

Die Ursachen für die Zunahme von Allergien in der Bevölkerung sind bis heute nicht vollends aufgeklärt. Eine Theorie ist die „Hygiene- oder Dschungelhypothese”. Sie besagt, dass es in Ländern mit einem hohen Hygienestandard viele Allergiepatienten gibt, weil diese in der frühen Kindheit, als das Immunsystem geprägt wurde, zuwenig Kontakt mit Krankheitserregern hatten. Eine Allergie wäre nach dieser Theorie eine Art Ersatzhandlung des Immunsystems, bei welchem Mangels echten Erregern auch harmlose Stoffe Ziel einer Immunantwort werden. Allerdings ist dies ein mechanistisches Verständnis der komplexen Immunregulation. Eine weitere Theorie ist die „Survival-Hypothese”. Danach überleben heute durch verbesserte Lebensumstände viele Kinder, die Anfang des letzten Jahrhunderts Opfer der hohen Säuglingssterblichkeit durch Atemwegsinfekte geworden wären. Dadurch könnten bestimmte Genvarianten in der Bevölkerung zugenommen haben, welche nun für einige der „Zivilisations"-Krankheiten verantwortlich sind.

Allergischer Schock/Anaphylaktischer Schock

Sehr heftige, oftmals lebensbedrohliche allergische Reaktion (meist vom Soforttyp). Am Beginn stehen meist Zungenbrennen, Kribbeln in den Handinnenflächen, Juckreiz, gefolgt von Hautrötung und Nesselausschlag. Weitere Symptome: Atemnot, beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall, Übelkeit und Erbrechen. Im vollen Stadium kann es bis zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Es muss auf jeden Fall schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Allergen

Ein Allergen (griechisch αλλεργενικο - das allergieerzeugende) ist eine Substanz, die über Vermittlung des Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktionen auslöst. Ein Allergen ist ein Antigen, die von ihnen verursachte Überempfindlichkeitsreaktion heißt allergische Reaktion.

Die meisten Allergene sind Eiweiße oder Eiweißverbindungen. Das Immunsystem von allergischen Patienten reagiert mit der Bildung von IgE-Antikörpern auf den Kontakt mit Allergenen. IgE-reaktive Allergene haben gemeinsam, daß sie sehr gut wasserlösliche und eher sehr stabile Proteine oder Glycoproteine sind. Es handelt sich meist um kleine Proteine in der Größe von 5-80 kDa. Sonst sind Allergene von ihrer Struktur, Aminosäure-Sequenz oder biologischen Funktion her, sehr unterschiedlich.

Die Frage, „was ein Allergen zu einem Allergen macht", konnte bis heute wissenschaftlich nicht geklärt werden. Lediglich verschiedene Faktoren, wie z. B. die Art der Allergenaufnahme (z.B. durch Inhalation), die Partikelgröße, die enzymatische Aktivität einiger Allergene und die Tatsache, daß Allergene in ausgesprochen kleinen Dosen aufgenommen werden (nanogramm-Mengen reichen), scheinen einen Einfluß auf die Allergenizität zu haben. IgE-reaktive Allergene kommen in einer Vielzahl von Allergenquellen vor. Eine Allergenquelle kann mehrere verschiedene Allergene freisetzen. So sind für die Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus mehr als 20 verschiedene Allergene bekannt. Allergiker können gegen nur ein Allergen oder auch gegen mehrere Allergene einer Allergenquelle sensibilisiert sein, also IgE-Antikörper bilden. Unter Hauptallergenen versteht man jene Allergene einer Allergenquelle, gegen die mehr als 50% der Patienten mit der betreffenden Allergie, IgE-Antikörper bilden.

Allergietests

Tests mit denen ein Arzt auf verschiedenen Wegen herausfindet unter welcher Allergie der Patient leidet. Es werden eine Vielzahl von Tests angeboten. Diese sollten aber in jedem falle immer von einem Arzt durchgeführt werden. Bei Verdacht auf eine Allergie wenden Sie sich immer an Ihren Hausarzt oder an einen Allergologen.

Die gängigsten Tests sind:

  • Epikutantest
  • Intracutantest
  • Konjunktivaltest
  • Pricktest
  • Provokationstest
  • RAST-Test


Allergisches Asthma bronchiale

Es handelt sich um anfallsweise auftretende Atemnot, verursacht durch ein Allergen.

Allergische Sofortreaktion

Die Typ I-Reaktion beruht auf einer gesteigerten Produktion des Antikörpers IgE. Ist der Körper nach dem Kontakt mit dem Allergen sensibilisiert, haben sich auf den Mastzellen spezifische IgE-Rezeptoren gebildet. Bei jedem weiteren Allergenkontakt und der damit verbundenen Überproduktion von IgE koppeln die IgE-Antikörper an der Mastzelle an. Die Antigene, die nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" genau zu den IgE-Antikörper passen, binden darüber an die Mastzelle und lösen damit die Freisetzung der Entzündungsstoffe aus. Die Symptome, die durch diese Entzündungsstoffe ausgelöst werden, treten schon kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen auf, deshalb auch der Name Soforttyp-Reaktion. Typische Vertreter dieses Reaktionstyps sind Pollen, Tierhaare, Bestandteile von Milben, Nahrungsmittel wie beispielsweise Fisch, Hühnereiweiß oder Nüsse aber auch Medikamente wie beispielsweise Penicillin.

Anaphylaxie

Die Anaphylaxie (griechisch αναφυλαξια, allergische Reaktion) ist eine akute und pathologische (krankhafte) Reaktionsweise des Immunsystems von Mensch und Tier auf chemische Reize und betrifft den gesamten Organismus. Das Bild anaphylaktischer Reaktionen reicht von leichten Hautreaktionen, über Störungen von Organfunktionen, Kreislaufschock mit Organversagen bis zum tödlichen Kreislaufversagen.
Ursächlich ist eine überschießende Freisetzung von Mediatorsubstanzen (Histamin, Leukotriene usw.) durch Mastzellen und basophile Granulozyten, die durch die vermittelnde Wirkung spezieller Antikörper (Immunglobuline vom Typ IgE, Immunglobulin E) verursacht werden kann.

Antibiotikum

Medikament zur Abtötung bzw. Hemmung des Wachstums krankheitserregender Mikroorganismen (z.B. Bakterien)

Antigen

Körperfremde Substanzen, die vom Abwehrsystem des Körpers als Fremdzellen erkannt werden. Allergene sind Antigene, die allergische Reaktionen auslösen.

Antihistaminika

Arzneistoffe, die als Tablette, Spray oder Augentropfen das Gewebshormon Histamin ausschalten und damit die allergisch bedingten Beschwerden eindämmen.

Antikörper

Fachwort für die Bestandteile des Immunsystems, die das Antigen »einfangen«. Eine speziellere Bezeichnung lautet Immunglobulin. Die Menge an Immunglobulin E (IgE) kann im Blut bestimmt und darüber die allergische Reaktionslage des Körpers ermittelt werden.
Körpereigene Eiweißmoleküle (Immunglobuline), die gebildet werden, um Antigene abzuwehren. Nach dem Erstkontakt mit einem Antigen sind die Lymphozyten für die Produktion eines spezifischen Antikörpers programmiert. Seine „Fangarme” passen zu diesem Antigen wie ein Schlüssel ins Schloss.

Atopie

Familiär auftretende Neigung zur Entwicklung bestimmter Krankheiten wie allergisches Asthma bronchiale, allergischer Schnupfen oder Neurodermitis.

Atopisches Ekzem

Übersetzt bedeutet der Begriff lediglich „ohne klar ersichtlichen Grund krankhaft veränderte Haut”

Botenstoff

Stoff, der an der Vermittlung bestimmter Reaktionen bei biochemischen Vorgängen im Körper beteiligt ist.

Cortisol

Cortisol ist ein Hormon aus der Nebennierenrinde, das den Stoffwechsel fast aller Organe und Gewebe beeinflusst.

Desensibilisierung

Mit einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder Spezifische Immuntherapie genannt, soll die Wirkung von Allergenen herabgesetzt werden. Dabei verabreicht man einem Patienten, der unter einer Allergie leidet, anfangs sehr geringe und im Verlauf zunehmende Dosen der Allergene, die ihn beeinträchtigen, um eine Toleranz zu erzeugen. In der neueren Literatur wird zunehmend die Bezeichnung Spezifische ImmunTherapie (SIT) verwendet. (s.u.: SLIT). Auch um einen Etagenwechsel zu vermeiden wird die Hyposensibilisierung angewendet.

Ekzem

Nicht ansteckende, in vielen Formen auftretende juckende Entzündung der Haut.

Entzündungsstoffe, Mediatoren, Mittlersubstanzen oder Botenstoffe

Diese körpereigenen Überträger- bzw. Botenstoffe, übertragen im Körpergewebe Reize. Bei einer allergischen Reaktion werden sie von der Mastzelle ausgeschüttet und sorgen im umliegenden Gewebe für die typischen allergischen Krankheitssymptome: Sie bringen die Schleimhäute zum Anschwellen, lösen vermehrte Schleimsekretion aus und machen die Gefäße durchlässiger. Fließschnupfen, tränende Augen, Quaddelbildung, Juckreiz und Atemnot sind die Folgen. Die verschiedenen Mittlersubstanzen unterscheiden sich in ihrer Wirkung. Der am besten bekannte und untersuchte Mediator ist Histamin.

Epidemiologische Studie

Studie, die die Verbreitung z.B. einer Erkrankung innerhalb der Bevölkerung bzw. innerhalb bestimmter Bevölkerungsschichten untersucht.

Epikutantest

Der Epikutantest, auch Pflaster-, Läppchen- oder Patchtest genannt, ist die klassische Methode, um die Auslöser einer Kontaktallergie zu finden. Dazu werden Pflasterstreifen mit Testsubstanzen in geeigneter Verdünnung auf den Rücken des Patienten geklebt. Nach etwa zwei Tagen, wenn die Pflaster entfernt werden, lassen sich die Reaktionen ablesen.

Etagenwechsel

Dabei wandert die Allergie von der Nase in die Bronchien, so dass dann nicht nur mehr Heuschnupfen auftritt, sondern auch Atemnot (Asthma).

Fogger

Sprühvernebler von allergo natur©, der mit einem Knopfdruck seinen Inhalt und die natürlichen Wirkstoffe in den entsprechenden Raum entlässt und damit für eine einfache und unkomplizierte Allergenreduzierung sorgt. Durch die Verwendung rein natürlicher Wirkstoffe aus den Früchten des Nehmbaumes und dem Sofortwirkstoff Tannin, kann der Raum sofort nach der Behandlung wieder benutzt werden.

Hausstauballergie

Der Staub ist eigentlich gar nicht Ursache der Hausstaub-Allergie. Es sind die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, die zum Ökosystem Haushalt und Mensch seit Jahrtausenden dazugehören. Weil diese Milben so klein sind, sind sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen und fielen daher überhaupt nicht auf. Erst wenn jemand allergisch auf die Ausscheidungen dieser Hausstaubmilbe reagiert, bemerkt man sie.


Die Milbe ist absolut harmlos und ernährt sich von herunterfallenden Hautschuppen des Menschen. Daher ist es nahezu unmöglich, dass Menschen in einen milbenfreien Raum leben. Eine Stauballergie steht daher auch in keinem einzigen Bezug zur sichtbaren Staubbelastung in der Wohnung und hat nichts mit Reinlichkeit oder Keimfreiheit zu tun. Auch das Putzen mit scharfen Reinigern oder Desinfektionsmitteln ist nicht notwendig, sondern bewirkt das Gegenteil. Die Sensibilisierung für eigentlich unschädliche Allergene steigt an. Allerdings kann man die allergischen Beschwerden effektiv lindern, wenn man der Hausstaubmilbe das Leben schwer macht. Ein milbenarmes Zuhause sorgt für Ihr Wohlbefinden. Wie viele Umstellungen und Aktivitäten Sie dazu auf sich nehmen müssen, hängt davon ab, mit welchem Belastungsgrad durch Staub Sie und Ihr Körper gut umgehen können. Bei Hausstaubmilbenallergikern empfiehlt sich jedoch eine drastische Reduktion der Allergene. Gehen Sie in jedem Falle systematisch vor. Im ersten Schritt sollten Sie die Allergene mit einem möglichst natürlichen Mittel (z.B. dem Fogger aus der Apotheke von allergo natur©) flächendeckend zurückdrängen. Im zweiten Schritt sollten Sie dafür sorgen, dass die Ausbreitung der Allergene langsamer vonstatten geht. Verhindern können Sie dies wegen der mikroskopischen Größe des Allergens nicht, Sie können aber die Verbreitung erschweren.

Histamin

Histamin ist ein Gewebshormon, das in den Mastzellen und basophilen Granulozyten vorkommt und bei einer allergischen Reaktion als Mediator oder Entzündungsstoff wirkt. Die Ausschüttung aus der Mastzelle verursacht in Nase, Mund und Augen Juckreiz und verstärkt die Schleimbildung. In den Bronchien bewirkt es ein Zusammenziehen der Muskulatur, so dass es zu Atemnot kommt. Auf der Haut zeigen sich Rötungen und es entstehen juckende Quaddeln. Der Magen produziert unter Histamineinfluss mehr Magensäure und der Darm reagiert mit Krämpfen und Durchfall. Dieses Gewebshormon ist Bestandteil des aus den Mastzellen ausgeschütteten Zellinhalts und sorgt für die allergiebedingten Symptome.

Hypoallergene Säuglingsnahrung

Diese spezielle Säuglingsnahrung wurde entwickelt, um die Allergenbelastung bei Säuglingen, die nicht gestillt werden, zu minimieren. Sie enthält nur wenig oder gar kein großmolekulares Fremdeiweiß.

Hyposensibilisierung

Methode, um Allergien »auszuheilen«. Dabei spritzt der Arzt das Allergen in geringen Mengen und in regelmäßigen Abständen unter die Haut oder man tropft es unter die Zunge. Die Dosis wird bei Verträglichkeit langsam gesteigert.

IgE-Antikörper

Als das IgE (Immunglobulin E) bezeichnet man einen Antikörper, der in erster Linie Schmarotzer und Parasiten abwehren soll. Er ist aber auch verantwortlich für Allergien.
Das IgE hat die Fähigkeit, sich an Mastzellen oder basophile Granulozyten zu binden und dort über Jahre hinweg im Körper zu bleiben. Bindet es ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine Allergie auslösen - hauptsächlich Histamin. Es macht unter 1 % aller Immunglobuline des Körpers aus und hat die typische Form des Y, ähnlich wie das IgG oder das IgD, aber einen längeren Stamm.
Weitere Klassen der Immunglobuline des menschlichen Körpers sind neben IgE auch IgA, IgM, IgG und IgD.

Immunglobuline

Immunglobuline sind abwehrtüchtige Eiweißmoleküle. Sie gehen als Antikörper gegen körperfremde Stoffe, die Antigene oder Allergene vor und stehen entweder bereits bei der Geburt (natürliche Immunität) zur Verfügung, oder werden im Laufe der Zeit durch den Kontakt mit Fremdstoffen erworben (erworbene Immunität). Nach ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften und nach ihrer Funktion teilt man sie in fünf Klassen ein: Immunglobulin G (IgG), Immunglobulin A (IgA), Immunglobulin M (IgM), Immunglobulin D (IgD), Immunglobulin E (IgE).

Immunsuppressivum

Substanz, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrückt bzw. moduliert. Immunsuppressiva werden bei Erkrankungen eingesetzt, die auf einer Überreaktion des Immunsystems beruhen, z.B. bei starker Schuppenflechte, starker Neurodermitis und zur Verhinderung einer Organabstoßung nach Transplantation.

Immunsystem

Als Immunsystem (vom lateinischen immunis für „frei", „verschont", „unberührt") wird das Abwehrsystem von Lebewesen bezeichnet, das Gefahren durch Krankheitserreger abwenden soll. Es neutralisiert körperfremde Substanzen und vernichtet Zellen, die es als fehlerhaft erkennt. Das Immunsystem als Begriff bezeichnet das Zusammenspiel eines komplexen Netzwerkes, an dem mehrere Organe, Zelltypen und chemische Moleküle beteiligt sind.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, so kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind: Bakterien, Viren und Pilze, sowie einzellige beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z.B. Bandwürmer).
Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, so sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden. In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen.

Alle Lebewesen - ob Tier, Pflanze oder Mensch - verfügen daher über Schutzfunktionen, die sich im Laufe der Stammesgeschichte zu einem immer komplexeren System entwickelten: Schon einfache Organismen besitzen einen solchen Abwehrmechanismus, die so genannte angeborene Immunabwehr; sie entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine komplexe, anpassungsfähige, so genannte adaptive Immunabwehr, die sie noch effektiver von Krankheitserregern schützt. Das Immunsystem kann die Fähigkeit verlieren, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren. Die übermäßige Aktivierung von Basophilen (und Eosinophilen), insbesondere aber der ortsständigen Mastzellen, kann zur allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen. Eine systematische Aktivierung dieser Zellen, also die Aktivierung im ganzen Körper, kann schwere Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen.

Einige Forscher sind der Ansicht, dass Allergien auch deshalb ausgelöst werden, weil unser Immunsystem in Zeiten der verbreiteten Desinfektionsmittel, keine „natürlichen Feinde" mehr erkennt und deshalb sich gegen Stoffe richtet, die eigentlich unschädlich sind. Das Immunsystem sucht sich dann dort „Arbeit" wo sie eigentlich nicht ist. Deshalb vertreten die Forscher die Ansicht, dass oftmals das Weglassen insbesondere von Haushaltsreinigern für die Entwicklung des Immunsystems und damit der Vorbeugung von Allergien sinnvoller ist.

Intensivspray

Spray zur Behandlung von Räumen unterwegs und zuhause bei Hausstauballergie, Asthma und Neurodermitis. Besonders für unterwegs eignet sich das Melkofin forte Milben Sprühextrakt. Sie können das Pumpspray schnell und unproblematisch anwenden für Hotelbetten, Wohnwagen und Ferienhäuser. Zur Staubbindung sprühen Sie die Matratzen und sonstigen Flächen ein. Nach einer Trockenzeit von ca. 1 Stunde sind der Staub und die darin enthaltenen Allergene gebunden. Ein Absaugen ist nicht unbedingt erforderlich. Das Melkofin forte Milben Sprühextrakt reicht für ca. 10 qm. Es kann auch im Haushalt für eine kleinflächige Behandlung oder an schwer erreichbaren Stellen eingesetzt werden. Zur Großflächigeren Behandlung wird der allergo natur Fogger empfohlen.

Intracutantest

Beim Intracutantest wird die verdünnte Allergensubstanz mit einer feinen Kanüle in die Haut gespritzt. Wenn der Körper auf die Testsubstanz reagiert, zeigen sich bereits wenige Minuten später eine Rötung oder Quaddeln.

Intranasaltest

Der Intranasaltest ist eine nasale Provokation. Das heißt eine verdünnte Allergenlösung wird mit einem Wattestäbchen oder einem Spray-Applikator direkt auf die Nasenschleimhaut aufgebracht. Vor und nach der Testung wird der Luftstrom beim Ein- und Ausatmen durch die Nase gemessen und miteinander verglichen. Kommt es zu einer allergischen Reaktion an der Nasenschleimhaut, so ist der durch die Nase fließende Luftstrom deutlich geringer.

Konjunktivaltest

Der Konjunktivaltest ist ein Provokationstest, der bei allergischer Bindehautentzündung angewandt wird. Dabei wird eine verdünnte Lösung des verdächtigen Allergens in den Bindehautsack geträufelt und eine Reaktion beobachtet.

Konjunktivitis

Dieser Begriff steht für eine allergische Bindehautentzündung.

Kortikoide

Arzneistoffe, die stark entzündungshemmend wirken und bei Allergien lokal oder als Mittel zum Einnehmen gegeben werden.

Kontaktekzem

Ein Kontaktekzem ist eine allergische Hauterkrankung, die sich an den Stellen der Haut entwickelt, die direkt mit der allergieauslösenden Substanz in Berührung gekommen ist. Die Hautreaktion zeigt sich meist erst nach 24 bis 48 Stunden nach dem Kontakt in Form von Hautrötungen, Juckreiz und kleinen Papeln und Bläschen. Wird der Kontakt mit dem Allergen gemieden, bildet sich die entzündliche Hautreaktion zurück. In anderem Fall kann die akute Entzündung in eine chronische Entzündung übergehen.

Lymphozyten

Spezielle Abwehrzellen, die im Knochenmark (B-Lymphozyten) und im Thymus (T-Lymphozyten) gebildet werden. Sie sind nach dem Kontakt mit einem Antigen hochspezialisiert, das heißt sie bilden an ihrer Zelloberfläche spezifische Strukturen aus, mit deren Hilfe sie die Eindringlinge sofort erkennen können und daraufhin die Produktion spezifischer Antikörper anregen.

Mastzellen

Zellen, auf deren Oberfläche sich Antikörper mit eingefangenem Antigen so positionieren, dass der Zellinhalt ausgeschüttet wird.
Die Mastzellen spielen bei der allergischen Reaktion eine entscheidende Rolle. Es handelt sich dabei um aus dem Knochenmark stammende weiße Blutkörperchen, die, daher der Name, mit substanzgefüllten Bläschen „gemästet” sind. Auf der Oberfläche der Mastzellen können IgE-Antikörper ankoppeln und jeweils zu zweit ein Allergen einfangen. Daraufhin werden von der Mastzelle jene substanzgefüllten Bläschen ausgeschüttet, die dann die Entzündungsstoffe freisetzen.

Mediator

Stoff, der an der Vermittlung bestimmter Reaktionen bei biochemischen Vorgängen im Körper beteiligt ist.

Neurodermitis

Neurodermitis ist ein atopisches Ekzem und eine Hautkrankheit, deren Hauptsymptome rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein oft quälender Juckreiz sind. Weitere geläufige Bezeichnungen sind Neurodermitis, atopische Dermatitis und endogenes Ekzem. Die Neurodermitis gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Es kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Therapien zum Einsatz, deren Wirksamkeit sich im jeweiligen Einzelfall erweisen muss.
Der Begriff Neurodermitis stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals ging man davon aus, dass die Ursache der Hauterkrankung eine Nervenentzündung ist. Später wurde diese Ansicht widerlegt, der Begriff ist jedoch geblieben. Heute wird aber eher von der atopischen Dermatitis bzw. vom atopischen Ekzem gesprochen. Der Name atopisches Ekzem macht deutlich, dass die Neurodermitis nur schwer einzugrenzen ist. Übersetzt bedeutet der Begriff lediglich „ohne klar ersichtlichen Grund krankhaft veränderte Haut”. Entsprechend vielfältig sind die Erklärungsversuche der Wissenschaftler und Ärzte und auch das Erscheinungsbild der Erkrankung. Ein Teil der Patienten mit Neurodermitis leiden zusätzlich unter Allergien, so z.B. besonders Staub aller Art (insbesondere Hausstaub mit darin enthaltenen Ausscheidungen der Hausstaubmilbe), Pollenunverträglichkeiten, Sonnenallergie oder Tierhaar - bzw. Federallergien. Allergien beeinflussen das Krankheitsbild der Neurodermitis meist negativ. Neurodermitis für sich betrachtet wird von der wissenschaftlichen Medizin zwar von den Allergien abgegrenzt, weist aber zum Teil ähnliche Symptome wie gängige Allergien auf. Die Haut eines Neurodermitikers ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Sowohl mechanische Reize als auch der Kontakt zu bestimmten Stoffen kann die Haut reizen, ohne dass eine Allergie vorhanden ist. Zusätzlich zu den genannten Beschwerden leidet ein Teil der Patienten unter der Beeinträchtigung ihres Aussehens. Da der Ausschlag kosmetisch sehr störend sein kann, fühlen sich einige Betroffene sozial ausgegrenzt. Besonders bei Kindern kann es auch zu Hänseleien durch Mitschüler kommen. Der starke Juckreiz, das häufige Sich-kratzen-müssen und der Ausschlag können sogar zu einer sozialen Isolation führen. Deshalb sollten Eltern sehr frühzeitig etwas unternehmen und in jedem Falle einen Hautarzt oder Allergologen aufsuchen. Die sozialen Beschwerden sind oft wesentlich schlimmer als die körperlichen. Besonders das Risiko Hausstaubmilbe (siehe dort) sollte schnell und wirksam bekämpft werden.

Der Niembaum

Der Niembaum (Azadirachta indica, Syn.: Melia azadirachta L., Antelaea azadirachta (L.) Adelb.), auch Niem, Neem, Margosa, (Nimtree, Indian-lilac (engl.), margosier (fr.) genannt, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Azadirachta.
Ursprünglich stammt der Niem aus Indien und Burma, er ist auf tropisches und subtropisches Klima angewiesen. Durch den Menschen wurde der Baum auch auf dem asiatischen, dem afrikanischen, dem amerikanischen und dem australischem Kontinent sowie auf den Inseln im Pazifik heimisch.
Der Niem kann hauptsächlich in den flachen und ariden Gegenden der Tropen und Subtropen angetroffen werden; im Gebirge ist er selten. Der Niem ist ein schnellwachsender, (meist) immergrüner Baum, der durchschnittlich Wuchshöhen von 15 bis 20 Metern - unter günstigen Bedingungen bis zu 40 Meter - erreicht. Unter ungünstigen Bedingungen verliert der Baum seine Blätter, um sich vor Austrocknung zu schützen. Die Äste sind weitverzweigt, die Baumkrone ist rund bis oval mit dichtem Blattwuchs. Bei freistehenden Bäumen kann der Durchmesser der Krone durchaus seiner Höhe entsprechen. Der Stamm ist im allgemeinen relativ kurz und selten höher als dreieinhalb Meter. An der ersten Verzweigung ist die Rinde hart und zwischen weißlichgrau bis rötlichbraun gefärbt. Die äußeren Holzschichten sind hell, die inneren rötlich. Wenn die inneren Holzschichten mit Luft in Berührung kommen, färben sie sich rötlichbraun. Das Wurzelssystem besteht aus einer starken Hauptwurzel, die doppelt so tief in das Erdreich reichen kann wie der Baum hoch ist, sowie einem verzweigten Wurzelsystem. Die unpaarigen gefiederten Laubblätter sind insgesamt 20 bis 40 cm lang und bestehen aus 31 mittel- bis dunkelgrünen Teilblättern, die jeweils 3 bis 8 cm lang sind. Der Blattstiel ist relativ kurz, junge Blätter haben oft eine rötliche bis purpurne Färbung. Jeder Baum entwickelt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. 150 bis 250 Blüten befinden sich an einer, bis zu 25 cm langen, Rispe, die bis zu drei mal verästelt ist. Die weißen und wohlriechenden Blüten sind 5 bis 6 mm lang sind und haben einen Durchmesser von 8 bis 11 mm. Die unbehaarte Frucht ist eine olivenähnliche Steinfrucht, die oval bis kugelförmig sein kann. Wenn sie reif ist, ist sie 1,4 bis 2,8 cm lang und 1 bis 1,5 cm im Durchmesser. Die Fruchthaut ist dünn, das Fruchtfleisch gelblichweiß und bitter-süß im Geschmack. Die Frucht enthält einen, in seltenen Fällen auch mehrere Samen. Der Niem ist berühmt für seine Unempfindlichkeit gegenüber Trockenheit. Er kann in Gegenden mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 400 bis 1200 mm gut überleben und kommt auch in Gegenden mit geringerem Niederschlag vor, dann ist er jedoch abhängig vom Grundwasser. Der Niem kann in vielen Bodentypen wachsen, bevorzugt jedoch sandige Böden mit einem pH-Wert von 6,2-7,0. Die optimalen Jahresdurchschnittstemperaturen sind 31°C bis 32°C. Höhere Temperaturen toleriert der Baum, Temperaturen unter 4°C sind nicht gut für den Niem: er verliert seine Blätter und geht ein.
Obwohl der Baum seit Jahrzehnten untersucht wird, sind viele seiner Wirkstoffe noch nicht vollständig erforscht. Besonders wichtig dürfte hier Azadirachtin sein, der Hauptbestandteil des Niemöls, das aus den gepressten Samen gewonnen wird. Niem-Produkte wirken antibakteriell, antiviral, als Pestizid, Fungizid und Dünger. Den Indern sind die Vorzüge des Niem bereits seit Jahrtausenden bekannt, viele Extrakte des Baums sind in der Medizin des Ayurveda in Verwendung. Der Niem besitzt diverse medizinisch nutzbare Eigenschaften. Er wird als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt und soll bei Diabetes und Krebs helfen sowie den Cholesterinspiegel reduzieren. Ebenso wird das Öl des Niembaums bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt. Der Niembaumsamenöl-Extrakt macht die Nahrungsgrundlage der Milben (Hautschuppen) ungenießbar und stoppt gleichzeitig das Wachstum der Larven. Die Samen und das Niemöl werden in der Landwirtschaft und von Hobbygärtnern als Dünger sowie zur akuten oder prophylaktischen Bekämpfung von Insekten, Nematoden, Milben und Pilzen verwendet. Sowohl das Beimengen des Samenschrots zum Substrat, als auch die Verwendung einer wässrigen Lösung zum Gießen oder Spritzen sind verbreitet. Der Baum wird erfolgreich in „Entwüstungs"-Projekten eingesetzt und hat einen hohen CO2 Durchsatz.

Pollen

Pollen sind die Zellen, die das männliche Erbgut der Pflanzen übertragen. Sie werden von der Pflanze freigesetzt und durch Insekten oder Wind auf andere Pflanzen übertragen. Dementsprechend werden die Pflanzen in Wind- und Insektenbestäuber eingeteilt. Für den Allergiker sind die Pollen insektenbestäubender Pflanzen seltener „bedrohlich”, da diese Pollen relativ schwer und klebrig und quantitativ von geringer Anzahl sind. Die windbestäubenden Pflanzen produzieren hingegen eine sehr große Menge kleiner, trockener Pollen - z.B. setzt eine Roggenähre mehr als 4 Millionen Pollenkörner frei. Ausreichend für die Auslösung allergischer Beschwerden sind bereits Mengen von 50 Pollen pro Kubikmeter Luft. Die Pollenkörner können über eine sehr große Distanz hinweg verweht werden - bei günstigen Windverhältnissen bis über 400 km weit. Die Pollenflugzeiten haben je nach Pflanzenart saisonale Schwerpunkte.

Polstermöbel

In Polstermöbeln halten sich ebenso wie in Teppichen Milbenallergene in einer großen Anzahl auf. Teppiche werden am Besten mit dem Fogger (siehe dort) behandelt, während Polstermögbel wegen der notwendigen Tiefenwirkung einfach mit dem Melkofin Milben Schaum nachbehandelt werden.
Den Melkofin Milben Polsterschaum setzen Sie zur Staubbindung auf Polstermöbeln und Matratzen ein. Er wird mit einem Lappen aufgebracht und verteilt. Durch die spezielle Struktur des Schaumes zieht er schnell und tief in die Faser ein. Nach ca. 2 - 4 Stunden Trockungszeit saugen Sie die Polster einfach ab. Die staubvermindernde Wirkung hält ca. 3 bis 6 Monate an. Dann sollte die Behandlung je nach Bedarf wiederholt werden.

Prävention

Vorbeugemaßnahmen gegen Krankheiten wie eine Allergie. Um das eigene Kind davor zu schützen, sollte man in der Schwangerschaft und danach keinesfalls rauchen, vier bis sechs Monate ausschließlich stillen sowie schrittweise anfangen, Beikost zu geben.

Pricktest

Beim Pricktest wird die Testlösung mit dem verdächtigen Allergen auf die Haut getropft und anschließend mit einer dünnen Nadel durch einen Stich in die Haut gebracht. Im Falle einer Allergie zeigt die Haut nach wenigen Minuten eine Reaktion in Form von Rötung oder Quaddelbildung.

Provokationstest

Provokationstests dienen zur Bestätigung und Verifizierung der Ergebnisse aus den Hauttests. Dabei wird das verdächtige Allergen gezielt auf die Schleimhaut von Nase, Augen oder Bronchien gebracht, um die Reaktion des Körpers zu beobachten.

Pseudoallergien

Eine Pseudoallergie ist eine Unverträglichkeitsreaktion mit typischen allergischen Symptomen, jedoch ist anders als bei einer Allergie das Immunsystem nicht beteiligt. Es lassen sich demnach weder Antikörper gegen Allergene nachweisen oder eine zelluläre Reaktion feststellen. Bei pseudo-allergischen Reaktionen wirken die körperfremden Stoffe direkter und lösen beispielsweise die Freisetzung von Histamin mit den damit verbundenen Symptomen aus. Es gibt auch einige Nahrungsmittel, darunter Fischsorten wie Thunfisch und Sardellen oder Käse wie Cheddar und Blauschimmelsorten die selbst viel Histamin enthalten, das durch die Darmschleimhaut in den Organismus gelangen kann.

RAST / RIST Test

Bluttests sind schonender als Hauttests, die von Patienten oft als unangenehm empfunden werden. Dabei entnimmt der Arzt zuerst etwas Blut aus der Vene. Im Labor werden dann allergiespezifische Antikörper bestimmt. Die gebräuchlichen Bluttests sind der empfindlichere RAST-Test (Radio-Allergo-Sorbens-Test) und der weniger empfindlich reagierende RIST-Test (Radio-Immuno-Sorbens-Test). Beide basieren auf dem Wissen, dass bei einer Allergie übermäßig viele Immunoglobuline des Typs E (IgE) im Blut kreisen und diese IgE-Antikörper können mit den Tests bestimmt werden. Gegen welche Allergene der Körper seine Antikörperbastionen aufgefahren hat, kann nur mit dem sehr aufwendigen RAST nachgewiesen werden. Das verdächtige Allergen (zum Beispiel Birkenpollen) ist dabei auf einem Filterpapier gebunden, und wenn die Blutprobe Antikörper gegen Birkenpollen enthält, werden diese Antikörper ebenfalls an das Filterpapier binden, was zu einer nachweisbaren chemischen Reaktion auf dem Filterpapier führt. Mit dem RIST dagegen lässt sich nur die Gesamtmenge der IgE-Antikörper bestimmen.

Reibtest

Beim Reibtest reibt man mit dem vermuteten Allergen, das in purer Form, zum Beispiel Tierhaar, Nahrungsmittel, Obstschalen etc. vorliegt die Haut an der Innenseite des Unterarms. Eine allergische Reaktion zeigt sich bereits wenige Minuten nach dem Test in Form von Hautrötung oder Quaddelbildung.

Rezeptor

Proteinstruktur, die sich auf der Zelle befindet und die Aufgabe hat, spezifische Substanzen zu erkennen und zu binden.

Scratchtest

Beim Scratchtest oder auch Kratz- und Ritztest genannten Hauttest wird die Lösung mit dem vermuteten Allergen auf die Haut aufgetragen und anschließend etwa fünf Millimeter lang oberflächlich angeritzt. Je heftiger die folgende Hautreaktion in Form von Rötung und Quaddelbildung ist, desto deutlicher ist der Hinweis auf eine Sensibilisierung gegenüber dem ausgetesteten Allergen.

Sensibilisierung

Ist der Körper auf einen bestimmten Stoff sensibilisiert, so hat er die Bereitschaft erworben, auf diesen Stoff allergisch zu reagieren. Zur Sensibilisierung kommt es, wenn durch den Kontakt mit einem Allergen die B-Lymphozyten angeregt werden, spezifische IgE-Antikörper zu bilden. Diese IgE-Antikörper koppeln sich an Mastzellen und können beim erneuten Kontakt mit dem Allergen dieses binden und damit die allergische Reaktion auslösen.

Spezifische Immuntherapie (SIT)

Die spezifische Immuntherapie oder auch Hyposensibilisierung, dient dazu, den Allergiker an das jeweilige Allergen zu „gewöhnen”. Dazu werden stark verdünnte Lösungen der allergieauslösenden Substanz in zeitlich festgelegten Abständen unter die Haut gespritzt. Die Anfangsdosis ist sehr gering und wird, wenn die vorherige Spritze ohne größere Beschwerden vertragen wurde, langsam erhöht. Die maximale, gerade noch vertragene Dosis, die so genannte Erhaltungsdosis wird anschließend über einen längeren Zeitraum weiter gespritzt, um den aufgebauten Schutz nicht zu verlieren. Die gesamte Behandlung dauert im Normalfall drei Jahre, muss aber unter Umständen im Falle von Infektionen oder bei Pollenallergikern während der Saison des betreffenden Allergens ausgesetzt werden.

Stofftiere

Stofftiere der Kinder und andere Textilien, die nur bis 40 °C gewaschen werden dürfen, legen Sie für 3 Stunden in das Gefrierfach und waschen sie anschließend. Alle Staubpartikel sind dann weggespült und werden nur sehr langsam neu gebildet. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können sie die Stofftiere auch 24 Stunden ins Gefrierfach legen, dann sind alle Milben tot.

Tierhaarallergie

Die Symptome der Tierhaarallergie sind häufig Dauerschnupfen und Niesanfälle. Ausgelöst wird diese Reaktion des Immunsystems nicht durch Tierhaare oder Vogelfedern direkt, sondern durch den Speichel der Tiere, der bei der Fell- oder Gefiederpflege zurückbleibt und als Allergen fungiert.
Tierhaarallergiker sollten den Kontakt zu Tieren und Vögeln daher vermeiden oder sich regelmäßig die Hände waschen. Bei Haustierbesitz ist eine - nach Möglichkeit- tägliche Raumpflege (saugen, besser noch wischen) unumgänglich.

Toxisch

giftig

Typ I-Reaktion/allergische Reaktion vom Soforttyp

Die Typ I-Reaktion beruht auf einer gesteigerten Produktion des Antikörpers IgE. Ist der Körper nach dem Kontakt mit dem Allergen sensibilisiert, haben sich auf den Mastzellen spezifische IgE-Rezeptoren gebildet. Bei jedem weiteren Allergenkontakt und der damit verbundenen Überproduktion von IgE koppeln die IgE-Antikörper an der Mastzelle an. Die Antigene, die nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" genau zu den IgE-Antikörper passen, binden darüber an die Mastzelle und lösen damit die Freisetzung der Entzündungsstoffe aus. Die Symptome, die durch diese Entzündungsstoffe ausgelöst werden, treten schon kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen auf, deshalb auch der Name Soforttyp-Reaktion. Typische Vertreter dieses Reaktionstyps sind Pollen, Tierhaare, Bestandteile von Milben, Nahrungsmittel wie beispielsweise Fisch, Hühnereiweiß oder Nüsse aber auch Medikamente wie beispielsweise Penicillin.